Bach, Johannespassion BWV 245

Aus dem Grazer Dom mit Nikolaus Harnoncourt, Concentus Musicus Wien, Kurt Equiluz, Robert Holl, Thomas Moser

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Beschreibung

Johann Sebastian Bach schrieb die Johannespassion vermutlich im Winter 1722/23 in Köthen. Es war die Antrittsarbeit für seine neue Stelle als Thomaskantor in Leipzig, die er 1723 beginnen sollte. Als Text verwendete Bach die Kapitel 18 und 19 des Johannesevangeliums, zwei Stellen aus dem Matthäusevangelium sowie eine Passionsdichtung des Hamburger Senators Barthold Heinrich Brockes. Bach dirigierte die Uraufführung am Karfreitag des Jahres 1724 in Leipzig. Für spätere Aufführungen nahm er Veränderungen am Werk vor. Stilistisch überragt die Johannespassion alle anderen Passionen von Bachs Vorgängern und Zeitgenossen: Händel, Telemann, Keiser oder Mattheson. Das geniale Formkonzept und der architektonisch großartig gegliederte Aufbau erheben Bachs Johannespassion zu einem Höhepunkt der Sakralmusik. Der Text schildert das Geschehen wesentlich distanzierter, als dies in der weitaus theatralischeren Matthäuspassion der Fall ist. Der österreichische Musiker Nikolaus Harnoncourt, geboren 1929, entstammte einem luxemburgisch-lothringischen Adelsgeschlecht. Er studierte Violoncello und war zunächst als Cellist bei den Wiener Symphonikern tätig. Doch die historische Aufführungspraxis interessierte ihn mehr als der Orchesterdienst: 1953 gründete er mit seiner Ehefrau Alice das Ensemble "Concentus Musicus Wien" und beschäftigte sich intensiv mit Alter Musik. Harnoncourt, ein Pionier des Originalklangs, zeigte dem verblüfften Publikum, wie aufregend die Werke der Renaissance und des Barock sich anhören können. Im Laufe der Jahre erweiterte er sein Repertoire und widmete sich am Pult "moderner" Orchester den klassischen Symphonien, aber auch dem Wiener Walzer sowie Bühnenwerken von Johann Strauß, Richard Wagner, Jacques Offenbach und George Gershwin. Er unterrichtete am Mozarteum Salzburg und verfaßte mehrere grundlegende Schriften über die Musik. 2012 wurde er zum Offizier der französischen Ehrenlegion ernannt und mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society London ausgezeichnet. 2014 erhielt er den Echo Klassik für sein Lebenswerk. "Maestro Harnoncourt ist der Lieblingsstar jener, die eigentlich keine Stars mögen. Ihm glaubt man die Floskel vom Dienst am Werk, am Genie. Seine Begeisterung und Entdeckerfreude erfreuen und begeistern" (FAZ 14.7.98) Am 5. Dezember 2015, einen Tag vor seinem 86. Geburtstag, gab Nikolaus Harnoncourt bekannt, daß er seine Karriere beende; am 5. März 2016 verstarb er. Diese Aufnahme entstand im Juni 1985 im Grazer Dom.

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