Bach, Johannespassion BWV 245

60 Jahre Münchener Bach-Chor mit Karl Richter, Münchner Bach-Orchester, Helen Donath, Julia Hamari, Peter Schreier

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Beschreibung

Johann Sebastian Bach schrieb die Johannespassion im Winter 1722/23 für seine neue Wirkungsstätte in Leipzig, wo er 1724 städtischer Musikdirektor und zugleich Kantor der Thomasschule geworden war. Außer den vollständigen Kapiteln 18 und 19 des Johannes-Evangeliums verwendete Bach zwei Stellen aus dem Matthäus-Evangelium sowie Teile fremder Passionsdichtungen, die er selbst nach seinen Vorstellungen umgearbeitet hatte. Stilistisch überragt dieses Werk alle anderen Passionen von Bachs Vorgängern und Zeitgenossen: Händel, Telemann, Keiser oder Mattheson. Das geniale Formkonzept und der architektonisch großartig gegliederte Aufbau erheben Bachs Johannespassion zu einem der Gipfelwerke der Sakralmusik. Karl Richter (1926-1981) war unbestritten einer der größten Bach-Experten des 20. Jahrhunderts. Im Laufe seiner langen Laufbahn als Dirigent, Organist und Cembalist wurde sein Name zu einem Synonym für Bach. Der gebürtige Sachse hatte in Dresden und Leipzig studiert und somit die Bach-Tradition an den Wirkungsstätten des Meisters direkt kennengelernt. Richter war zwei Jahre lang Organist der Leipziger Thomaskirche, dann wurde er als Professor für Orgel nach München berufen, wo er den Münchener Bach-Chor und das Münchener Bach-Orchester gründete und als Chorleiter und Dirigent ein richtiges Bach-Imperium aufbaute und so das Werk des Meisters wiederbelebte. Er machte München zu einem Bach-Zentrum und nahm alle größeren Chor- und Orchesterwerke sowie über 100 Kantaten für Schallplatte auf. Ein Kritiker würdigte Richters Bedeutung mit den folgenden Worten: "Daß aus dem katholischen München die Musik des Protestanten Bach einmal so unüberhörbar in die Welt hinausklingen würde, wäre vor Karl Richter nicht denkbar gewesen." Obwohl sich im Laufe von Richters Leben die Aufführungstradition von Barockmusik mehrmals dramatisch geändert hatte, blieb er seinem eigenen Stil treu, der in den 50er und 60er Jahren als revolutionär betrachtet wurde. "In Richters Musizieren mischte sich wohlerworbenes handwerklich gediegenes Leipziger Kantoren-Wissen mit improvisatorischem Freiheitsdrang. Er bot gleichsam spontane Erfahrung, er konnte nicht anders. [...] Richters Kunst hat unser aller Leben bereichert. Er war Institution und Meister, Wächter und Lehrer." (Joachim Kaiser in der Süddeutschen Zeitung, 17.2.81) Diese Aufnahme entstand in der Klosterkirche Dießen/Ammersee.

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