Bach, Matthäuspassion BWV 244

Aus der Benediktinerabtei Ottobeuren mit Karl Richter, Münchner Bach-Orchester, Peter Schreier, Horst Laubenthal, Julia Hamari

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Beschreibung

Die Passionserzählung des Evangelisten Matthäus bildet die Grundlage für eines der größten Werke der protestantischen Kirchenmusik, die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach (1685-1750). Der biblische Text wird immer wieder durch lyrische Exkurse und Meditationen unterbrochen, die Christian Friedrich Henrici (Picander) nach Bachs Richtlinien anfertigte. Bach hat die Leidensgeschichte Christi in Leipzig vertont; am Karfreitag des Jahres 1729 fand dort in der Thomaskirche die Uraufführung statt, wo einige Jahre zuvor auch die formal strengere Johannespassion erstmals gespielt worden war. Die Stationen des Passionsgeschehens werden in 13 Chorälen und 13 Arien behandelt. Zahlreiche Umarbeitungen, die Bach sicherlich auch weiter zusammen mit seinem Textdichter vornahm, ergaben schließlich die uns heute bekannte Form des Werks, das stets in der Passionszeit aufgeführt wird. Mit der Wiederaufführung dieser Musik durch Mendelssohn am 11. März 1829 in Berlin begann nach fast hundertjähriger Vergessenheit die Renaissance Bachscher Vokalmusik. Karl Richter, der kongeniale, 1981 verstorbene Bach-Interpret, hat die Matthäuspassion in der Benediktinerabtei Ottobeuren aufgeführt. In Karl Richters Musizieren mischte sich handwerklich gediegenes Leipziger Kantoren-Wissen mit improvisatorischem Freiheitsdrang. "Ich kann den Takt nicht vom Metronom nehmen, sondern muß ihn meinem Pulsschlag ablauschen, der mit dem Zentrum des Menschen, dem Herzen, verbunden ist," sagte Richter. Regisseur Hugo Käch verwendet als einzige Dekoration ein großes Kreuz, das sich drohend und lastend, aber auch schützend über die Totale ausbreitet.

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