Beethoven, Fidelio

Aus dem Opernhaus Zürich mit Bernard Haitink, Melanie Diener, Roberto Saccà, Alfred Muff, Lucio Gallo

Das Klassikportal für Ihren Musikgenuss

Streamen Sie mit fidelio die schönsten Opern, Konzerte, Ballette und Dokumentationen in bester Bild- und Tonqualität – ob unterwegs auf Ihrem Tablet, Computer, Smartphone oder Zuhause auf Ihrem Fernsehgerät.

  • Exklusive Live-Übertragungen
  • Umfangreiches Klassikarchiv
  • Beste Bild- und Tonqualität
  • Streaming auf TV, Tablet, Web & Mobil
Jetzt kostenlos testen

Beschreibung

Ein Staatsgefängnis bei Sevilla, 18. Jahrhundert. Florestan, ein spanischer Adliger, wird von Pizarro, dem korrupten Festungsgouverneur, schon seit Jahren zu Unrecht gefangengehalten. Florestans treue Gattin Leonore hat sich unter dem Namen Fidelio in Männerkleidung vom Kerkermeister Rocco als Gehilfe einstellen lassen, um Florestan zu befreien. Pizarro erfährt, daß der Minister, Don Fernando, das Gefängnis inspizieren wird und beschließt, Florestan zu töten. Fidelio hat Rocco überredet, die Gefangenen ein wenig an die Sonne zu lassen. Florestan befindet sich jedoch nicht unter ihnen; denn er ist in einem geheimen Verlies angekettet. Dort soll Rocco auf Pizarros Befehl ein Grab für den unliebsamen Gefangenen ausheben. Leonore steigt mit Rocco zu dem Gefangenen hinab und erkennt ihren Gatten. Als Pizarro Florestan töten will, wirft sie sich dazwischen, bedroht den Schurken mit einer Pistole und gibt sich zu erkennen. Fanfarenklänge verkünden die Ankunft des Ministers, der die Gefangenen befreit und Pizarro seiner gerechten Strafe zuführt. Ludwig van Beethovens Oper "Fidelio" ist eine Hymne an die Freiheit. Der Kontrast zwischen der düsteren Kerkerhaft infolge politischer Willkür und dem Licht der Gerechtigkeit und Freiheit ist nicht nur auf der Bühne sichtbar, sondern auch in der Musik eindrucksvoll zu hören. Die Stärke dieser ethisch-moralischen Idee in Verbindung mit der musikalischen Kraft und Schönheit von Beethovens Partitur machen "Fidelio" so einzigartig unter den großen Werken der Opernliteratur. 1804 hatte Beethoven vom Theater an der Wien den Auftrag erhalten, eine Oper zu schreiben. Als Libretto diente eine Bearbeitung der 1798 uraufgeführten Oper "Léonore ou L'amour conjugal" von Pierre Gaveaux. Beethoven war von der idealistischen Idee der Handlung begeistert und begann mit der Komposition seiner Oper "Leonore". Die Uraufführung 1805 verlief erfolglos - im Theater saßen hauptsächlich französische Offiziere, die damals Wien besetzt hielten; vermutlich konnten sie mit einer deutschen Oper mit gesprochenen Dialogen nicht viel anfangen. Beethoven unterzog seine Komposition einer mühsamen Bearbeitung, die neun Jahre später unter dem Titel "Fidelio" aufgeführt wurde und sich als endgültige Fassung durchgesetzt hat. Für diese Version komponierte Beethoven die bekannte "Fidelio"-Ouvertüre in E-Dur. Die Tradition, im 2. Akt die ursprüngliche "Leonoren"-Ouvertüre zu spielen, geht auf Gustav Mahler zurück, der diese großartige Komposition als Konzertstück in der Oper erhalten wollte. "Bernard Haitink nimmt die Partitur fest in die Hand, bringt sie in einen kompakten, warmen Ton und stellt zugleich die Vielzahl an motivischen Verbindungen und kontrapunktischen Reaktionen in hellstes Licht. Ebenso eindringlich, wie er auf die gearbeitete Seite des Notentextes hinweist und ihn in allen Farben leuchten lässt, bringt er damit die humane Botschaft des Werks zur Geltung. Als ob er selbst daran glaubte: an das Gute im Menschen, das am Ende immer die Oberhand behalten wird. Das Orchester der Oper Zürich hat sich die Sicht des Dirigenten ganz und gar zu eigen gemacht; es agiert so musikalisch wie schon länger nicht mehr, dabei hellwach und risikobereit - eine durch und durch spannende Sache" (NZZ).

Empfehlungen

Jetzt kostenlos testen