Beethoven, Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37

Aus dem Concertgebouw Amsterdam mit Bernard Haitink, Royal Concertgebouw Orchestra, Artur Rubinstein

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Beschreibung

Beethovens Ausdrucksmittel für "Sturm und Drang" war c-Moll - in diese Tonart hatte er seine dramatischsten und heroischsten Werke gesetzt, darunter die 5. Symphonie und die Klaviersonate op. 13, seine berühmte "Pathétique". Das um 1800 entstandene Klavierkonzert ist von einer emotionalen Intensität, die es zu einem der ersten von Beethovens reifen und charakteristischen Hauptwerken macht. Als ob er zeigen wollte, daß die Klaviatur für seine Ideen zu beschränkt war, überarbeitete Beethoven einen Teil des Klavierparts im Jahre 1804, um die zusätzlichen Töne zu integrieren, die zu Beginn des neuen Jahrhunderts an die Tastatur angefügt worden waren. Das einfache, aber dennoch bestimmte Thema der Einleitung zum 1. Satz behandelt er mit kühner Erfindungsgabe. Das Largo wird zum Podium für einen geistreichen Dialog zwischen Klavier und Orchester, der in dem fast aggressiven Eifer des Rondos seinen Höhepunkt findet. Artur Rubinstein zählte zu den bedeutendsten Pianisten des 20. Jahrhunderts. Geboren 1887 in Lodz, nahm er Klavierunterricht in seiner Heimatstadt und am Warschauer Konservatorium. In Berlin setzte er seine Ausbildung fort und debütierte dort 1900 unter der musikalischen Leitung von Joseph Joachim. Auftritte in vielen Ländern Europas und Amerikas folgten. Zu Beginn des ersten Weltkriegs schwor er sich, nie wieder in Deutschland zu spielen. Als Pole und als Jude erneuerte er diesen Schwur und hielt sich bis an sein Lebensende daran. Nach drei Jahrzehnten reger Konzerttätigkeit legte der Bonvivant Rubinstein ("Ich liebe das Leben in allen seinen Erscheinungen") 1932 eine künstlerische Pause ein und stellte sich 1937 - im Alter von 50 Jahren - erneut dem Publikum vor. Rubinstein, der glückhafte Virtuose, wie Thomas Mann ihn bezeichnet hatte, arbeitete mit den berühmtesten Musikern seiner Zeit, machte Schallplattenaufnahmen und wurde bei seinen Auftritten in aller Welt als "Pianist des Jahrhunderts" gefeiert. Rubinsteins Interpretationen gelten bis heute als vorbildlich, in mancher Hinsicht unerreicht. Das vielseitige Repertoire, die sichere Technik und der unwiderstehlich schöne Ton machten jeden Auftritt des Künstlers zu einem Erlebnis. Rubinstein spielte Kompositionen der deutschen Klassik und Romantik sowie russische, spanische und französische Klavierwerke. Besonders intensiv widmete er sich den Kompositionen seines Landsmannes Chopin und setzte mit seinem unsentimentalen Spiel neue Maßstäbe in der Chopin-Interpretation. Ein Dreivierteljahrhundert beherrschte Rubinstein die Konzertsäle der Welt. 1976 zog er sich in London mit einem Abschiedskonzert vom Konzertpodium zurück, im Dezember 1982 starb Artur Rubinstein fünfundneunzigjährig in Genf. Bernard Haitink, geboren am 4. März 1929 in Amsterdam, studierte Violine und Dirigieren am Konservatorium seiner Heimatstadt und war anschließend zunächst Geiger im Orchester des Niederländischen Rundfunks. 1955 erhielt er seine erste Stelle als Dirigent und leitete von 1964 bis 1988 das Concertgebouworkest Amsterdam. In dieser Zeit war Haitink auch Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra. 1977 übernahm er die Leitung des Glyndebourne-Festivals und wurde 1986 Musikdirektor des Royal Opera House Covent Garden. Haitink ist Ehrendirigent des Concertgebouworkest und Gastdirigent des Boston Symphony Orchestra; im Herbst 2002 übernahm er als Nachfolger des im April 2001 verstorbenen Giuseppe Sinopoli für zwei Jahre die Position des Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Von 2006 bis 2010 war er Principal Conductor des Chicago Symphony Orchestra. Bernard Haitink zählt zu den führenden Dirigenten in Oper und Konzert. Sein Repertoire umfaßt die Hauptwerke der Klassik und Romantik, aber auch zeitgenössische Kompositionen. Haitink wurde mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. 1977 wurde er von Königin Elisabeth II. zum Knight Commander des Order of the British Empire ernannt, 2013 erhielt er den Echo Klassik für die beste symphonische Einspielung von Musik des 19. Jahrhunderts (Mahler, Symphonie Nr. 9 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks). Das Geheimnis seines Erfolgs ist, ein Orchester zu begeistern: "Das Wichtigste ist, du musst ein Orchester motivieren. Keine Barriere hochziehen - sondern einen Kanal öffnen." Diese Aufnahme entstand im August 1973 im Concertgebouw Amsterdam.

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