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"Bernard Haitink fand große Nuancen und schöne Klangfarben des Orchesters, die die bombastischen Passagen des Stücks wirkungsvoll und eindrucksvoll unterstrichen." (Münchner Merkur). Gemeinsam mit dem Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks widmete sich der Grandseigneur der Podeststars der "Missa Solemnis" von Ludwig van Beethoven. Beethoven selbst bezeichnete die feierliche Messe als sein größtes Werk. Sie war ursprünglich als Hommage für die Einführung seines Schülers, Erzherzog Rudolph von Österreich, in das Amt des Erzbischofs von Olmütz gedacht, dem der Komponist mehr Stücke als jedem anderen widmete, insgesamt 16 Werke. Da Beethoven die Arbeit an dem Werk aus gesundheitlichen Gründen immer wieder verschieben musste, gelang es ihm nicht, die Messe innerhalb der ursprünglichen Frist fertigzustellen. Schließlich fand die Uraufführung 1824 in St. Petersburg statt, allerdings in einem Konzertsaal und nicht in einer Kirche. Das war wohl auch besser so, denn die rund eineinhalbstündige Messe war für einen liturgischen Rahmen kaum geeignet. Wenn die "Missa Solemnis" zu Recht als Beethovens religiöses Vermächtnis gilt, dann deshalb, weil sie die musikalische Manifestation seiner kritischen Haltung gegenüber der katholischen Kirche und seiner Nähe zu den Ideen des Humanismus ist. Der von Peter Dijkstra einstudierte Chor des Bayerischen Rundfunks zeigte vor allem in den komplexen Fugen und energiegeladenen Passagen des Werkes seine außergewöhnliche Klasse. Ergänzt wurde das Ensemble durch ein "wunderbares Solistenquartett": Genia Kühmeiers Stimme schwebte mit himmlischer Leichtigkeit im Raum, Elisabeth Kulman betörte mit ihrer ungemein kraftvollen Altstimme." (Abendzeitung) Auch Mark Padmore und Hanno Müller-Brachmann offenbarten unter der Leitung von Bernard Haitink produktive Stimmkultur.

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Bernard Haitink