Beethoven, Missa solemnis D-Dur op. 123

Aus dem Concertgebouw Amsterdam mit Nikolaus Harnoncourt, Royal Concertgebouw Orchestra, Marlis Petersen, Elisabeth Kulman, Werner Güra

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Beschreibung

Die Missa solemnis von Ludwig van Beethoven (1770-1827) ist - abgesehen von seiner Oper "Leonore" bzw "Fidelio" - das umfangreichste Werk des Meisters. Die großartige Komposition für Soli, Chor und Orchester entstand zwischen 1819 und 1823, etwa im gleichen Zeitraum wie die Neunte Symphonie, und bedeutete für Beethoven eine große Herausforderung, der er sich mit Begeisterung stellte. An den Anfang der Partitur schrieb Beethoven: "Vom Herzen - Möge es wieder zu Herzen gehen!" Der österreichische Musiker Nikolaus Harnoncourt (1929-2016) entstammte einem luxemburgisch-lothringischen Adelsgeschlecht. Er studierte Violoncello und war zunächst als Cellist bei den Wiener Symphonikern tätig. Doch die historische Aufführungspraxis interessierte ihn mehr als der Orchesterdienst: 1953 gründete er mit seiner Ehefrau Alice das Ensemble "Concentus Musicus Wien" und beschäftigte sich intensiv mit Alter Musik. Harnoncourt, ein Pionier des Originalklangs, zeigte dem verblüfften Publikum, wie aufregend die Werke der Renaissance und des Barock sich anhören können. Im Laufe der Jahre erweiterte er sein Repertoire und widmete sich am Pult "moderner" Orchester den klassischen Symphonien, aber auch dem Wiener Walzer sowie Bühnenwerken von Johann Strauß, Richard Wagner, Jacques Offenbach und George Gershwin. 2012 wurde er zum Offizier der französischen Ehrenlegion ernannt und mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society London ausgezeichnet. 2014 erhielt er den Echo Klassik für sein Lebenswerk. Das in Amsterdam beheimatete Koninklijk Concertgebouworkest ist eines der führenden Orchester der Welt. Eine Kritikerumfrage der britischen Musikzeitschrift "Gramophone" setzte es an die Spitze aller Symphonieorchester weltweit. Rund 1000 Aufnahmen dokumentieren die hohe Qualität seiner Aufführungen. Zum 100-jährigen Jubiläum im Jahre 1988 verlieh Königin Beatrix dem Orchester den Titel "Königlich".

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