Beethoven, Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 "Eroica"

Konzertfilm mit Rafael Kubelík, Berliner Philharmoniker

Das Klassikportal für Ihren Musikgenuss

Streamen Sie mit fidelio die schönsten Opern, Konzerte, Ballette und Dokumentationen in bester Bild- und Tonqualität – ob unterwegs auf Ihrem Tablet, Computer, Smartphone oder Zuhause auf Ihrem Fernsehgerät.

  • Exklusive Live-Übertragungen
  • Umfangreiches Klassikarchiv
  • Beste Bild- und Tonqualität
  • Streaming auf TV, Tablet, Web & Mobil
Jetzt kostenlos testen

Beschreibung

Rafael Kubelik war der Sohn des bekannten böhmischen Geigers Jan Kubelik. Er wurde 1914 geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung in Prag; dort debütierte er als Zwanzigjähriger am Pult der Tschechischen Philharmonie. In den vierziger Jahren war er Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie, die zu den bedeutendsten Orchestern der Welt zählt, und gründete das bekannte Musikfestival "Prager Frühling". Nach dem Machtantritt der Kommunisten emigrierte Kubelik in den Westen; er kehrte erst nach dem Ende des Sozialismus in seine Heimat zurück. Von 1950 bis 1953 leitete er das Chicago Symphony Orchestra, von 1955 bis 1958 war er Musikdirektor an der Covent Garden Opera in London. Eine lange Zeit großer künstlerischer Erfolge begann 1961, als er in München, als Nachfolger von Eugen Jochum, Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks wurde. Zahlreiche Schallplattenaufnahmen entstanden unter seiner Leitung; sie dokumentieren Kubeliks Kunstverstand und Souveränität, seine Freude an der Musik und sein Temperament. 18 Jahre dauerte die Verbindung mit dem Münchner Orchester; zwischendurch gab er ein kurzes Gastspiel als Musikdirektor der New Yorker Metropolitan Opera. 1979 suchte Kubelik mehr Zeit für sich und seine Tätigkeit als Komponist und leitete das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks nur noch als "ständiger Gastdirigent". Er schrieb mehrere Instrumentalkonzerte, Streichquartette, symphonische Werke und Opern. Doch Kubeliks Ruf als Komponist steht weit hinter seiner Bedeutung als Dirigent zurück; seine eigenen Werke werden vielleicht eines Tages für das Konzertrepertoire entdeckt. 1985 zog sich Kubelik vom Konzertpodium zurück; anläßlich des ersten Prager Frühlings nach der Wende, 1990, trat er allerdings nach über vierzig Jahren Exil noch einmal ans Pult der Tschechischen Philharmonie und dirigierte Smetanas Zyklus "Mein Vaterland". Seine tiefe Gefühlsverbundenheit mit seiner Heimat und ihren Komponisten war stets offenkundig. Rafael Kubelik war ein Vollblutmusiker. Jeder Auftritt wirkte spontan, impulsiv und freudig. Doch seine letzten Lebensjahre waren geprägt von den Schmerzen einer Erkrankung, die ihm das Dirigieren unmöglich machte. Im August 1996 starb Kubelik nach langem, schwerem Leiden 82jährig in Luzern. Im Januar 1805 wurde die "Eroica" in Wien uraufgeführt. Leidenschaftliche Vorkämpfer oder erbitterte Gegner fand sie nicht; man nahm sie gedankenlos hin und zog ihr zunächst Modeschöpfungen vor. Beethoven hatte sie einem Helden gewidmet mit der Überschrift: "Sinfonia eroica, composta per festeggiare il sovvenire di un grand uomo" (Heldenhafte Sinfonie, komponiert, um die Erinnerung an einen großen Menschen zu feiern). Dieser "große Mensch" war zweifellos Napoleon. Beethoven soll jedoch nach der Kaiserkrönung Napoleons das Manuskript voller Wut zertrampelt haben, weil er sie als Verrat an den Idealen der Französischen Revolution - Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - ansah.

Empfehlungen

Jetzt kostenlos testen