Beethoven, Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Aus dem Wiener Musikverein mit Leonard Bernstein, Wiener Philharmoniker

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Beschreibung

Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 7 entstand 1811 bis 1812 und wurde am 8. Dezember 1813 im Festsaal der Universität in Wien uraufgeführt. In der strahlenden Freude spiegeln sich auch weltpolitische Ereignisse wider: Ihre Entstehung fällt in die Zeit von Napoleons Niederlage im Rußlandfeldzug und in das Jahr der nationalen Volkserhebung der Befreiungskriege mit der Vision eines Sieges der unterdrückten Völker Europas. Die bestimmende Kraft des Werkes ist sein starker Rhythmus, der Wagner veranlaßte, in der Siebten Symphonie eine grandiose "Apotheose des Tanzes" zu sehen. Schon die Uraufführung war ein überwältigender Erfolg. Ein Zeitgenosse berichtet: "Die Jubelausbrüche während der A-Dur-Sinfonie ... überstiegen alles, was man bisher im Konzertsaal erlebt hatte." Als Leonard Bernstein mit den Wiener Philharmonikern Ludwig van Beethovens neun Symphonien aufnahm, betrachtete er diese Aufnahmen als persönliches Bekenntnis, als "Vermächtnis meines Glaubens und meiner tiefempfundenen Beziehung zu diesem größten aller Komponisten". Bernsteins Konzerte waren eines der wichtigsten musikalischen Ereignisse in Wien und wurden von Publikum und Kritik mit ungeteiltem Beifall aufgenommen: "Persönlicher, geschlossener, mitreißender kann ein Musiker nicht für einen Musiker eintreten, als Bernstein es für Beethoven tut", hieß es in der "Presse". Leonard Bernsteins leidenschaftliche Interpretation von Beethovens Musik hinterläßt beim Publikum einen unvergleichlichen Eindruck. "Beethoven bedeutete für mich schon immer Universalität, seit meiner frühesten Jugend, als ich zum ersten Mal diesen unvergeßlichen Ruf hörte: 'Brüder!'. Von jenem Augenblick an bedeutete jede Symphonie eine innige Kommunikation, war wie eine Reise durchs Universum." Bernsteins Beethoven-Zyklus wurde 1982 mit dem Ace Cable Award ausgezeichnet, dem höchsten Preis des US-Kabelfernsehens für überragende Qualität und anspruchsvolle Unterhaltung. "Daß die Wiener Philharmoniker ihm ein Engagement entgegenbringen wie ansonsten allenfalls noch Karl Böhm, ist in jeder Phase dieser Wiedergaben ohrenfällig. Nicht minder die Spontaneität und Innenspannung dieser Aufführungen, die bei Bernstein nur zustande kommt, wenn er Publikum hinter seinem Rücken weiß. Er braucht es bekanntlich sogar in seinen Proben." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.1.80) "Bernstein überzeugt nicht nur, er rührt auch an. Daß diese emotionale Komponente nie aufdringlich wird, daß drohende Gefühligkeit im Zweifelsfalle immer durch Nachdruck beiseitegeschoben wird, das macht diesen Zyklus abgerundet." (Fono Forum, März 1980) Diese Aufnahme entstand im November 1978 im Wiener Musikvereinssaal.

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