Beethoven, Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

In memoriam Hugo Niebeling (1931-2016) mit Herbert von Karajan, Berliner Philharmoniker

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Beschreibung

Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 7 entstand 1811 bis 1812 und wurde am 8. Dezember 1813 im Festsaal der Universität in Wien uraufgeführt. In der strahlenden Freude spiegeln sich auch weltpolitische Ereignisse wider: Ihre Entstehung fällt in die Zeit von Napoleons Niederlage im Rußlandfeldzug und in das Jahr der nationalen Volkserhebung der Befreiungskriege mit der Vision eines Sieges der unterdrückten Völker Europas. Die bestimmende Kraft des Werkes ist sein starker Rhythmus, der Wagner veranlaßte, in der Siebten Symphonie eine grandiose "Apotheose des Tanzes" zu sehen. Schon die Uraufführung war ein überwältigender Erfolg. Ein Zeitgenosse berichtet: "Die Jubelausbrüche während der A-Dur-Sinfonie ... überstiegen alles, was man bisher im Konzertsaal erlebt hatte." Mit seiner schlanken Gestalt, dem typischen Haarschopf und dem durchdringenden Blick seiner blauen Augen beherrschte Herbert von Karajan (1908-1989) das Dirigentenpult. Wer ihn jemals live oder zumindest in einer seiner zahlreichen Videoaufnahmen dirigieren sah, konnte erleben, wie von Karajan die Musik zur Religion erhob und sie wie deren Hohepriester in einem fast mythischen Ritus zelebrierte. Herbert von Karajan verkörperte die klassische Musik im allgemeinen Bewußtsein als epochaler Dirigent, Medienstar, Opernproduzent, Gründer und Leiter von Festspielen. Trotz aller ehrgeizigen Projekte und vielfältigen Aktivitäten blieb Karajan der überragende Dirigent mit großem Verständnis für das Orchester- und Opernrepertoire von Mozart bis Schönberg, in dem sich niemand mit ihm messen konnte. Während sich einerseits seine außergewöhnliche Begabung nicht bezweifeln läßt, traf ihn andererseits oft der Vorwurf der Selbststilisierung und kommerziellen Vermarktung seiner Person.

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