Bizet, Carmen

Aus der Wiener Staatsoper mit Andris Nelsons, Nadia Krasteva, Massimo Giordano, Ildebrando D'Arcangelo, Anna Netrebko

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Beschreibung

Die Karriere des italienischen Theater-, Film- und Opernregisseurs Franco Zeffirelli, geboren am 12. Februar 1923 in Florenz, umfaßt einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahrhundert. Als er Ende der 40er Jahre Lawrence Olivier in dem Film "Henry V" sah, gab er sein Architekturstudium auf und wandte sich dem Theater zu. Er begann als Schauspieler in verschiedenen Theaterinszenierungen von Luchino Visconti. Später arbeitete er als Viscontis Assistent und begann in den 1950er Jahren seine Karriere als Bühnenbildner und Regisseur. 1965 erschien sein erster Kinofilm: Puccinis "La Bohème" unter der musikalischen Leitung von Herbert von Karajan. Er basiert auf Zeffirellis Mailänder Inszenierung von 1963 und gilt bis heute als Klassiker des Opernfilms. Weit über den Bereich Oper hinaus bekannt wurde Zeffirelli mit seinen Shakespeare-Verfilmungen "Der Widerspenstigen Zähmung" (1967, mit Elizabeth Taylor und Richard Burton) und "Romeo und Julia", für die er 1969 als bester Regisseur für den Oscar nominiert wurde. Bis in unsere Zeit ist er als Regisseur und Bühnenbildner in der Welt des Films, der Oper und des Schauspiels erfolgreich tätig. Die Zigeunerin Carmen, Arbeiterin in einer Zigarettenfabrik, wird von vielen Männern umschwärmt. Nur der Sergeant Don José würdigt sie keines Blickes. Er liebt Micaela. Als Carmen eine Kollegin mit dem Messer verletzt, erhält Don José den Befehl, sie ins Gefängnis zu bringen. Doch Carmen umgarnt José, der sie entfliehen läßt und an ihrer Stelle ins Gefängnis muß. In einer Schmugglerkneipe wird der erfolgreiche Stierkämpfer Escamillo begeistert empfangen. Trompeten rufen die Soldaten, auch den inzwischen wieder freigelassenen Don José, in die Kaserne. Aus Liebe zu Carmen desertiert José und schließt sich den Schmugglern an. Carmens Gefühle für José kühlen schnell ab. Als Zöllner kommen, fliehen die Schmuggler. José schießt auf einen vermeintlichen Zöllner und stürzt sich, als er erkennt, daß es in Wahrheit Escamillo ist, in rasender Eifersucht auf den Rivalen. Carmen kann die beiden gerade noch trennen. Escamillo erscheint zusammen mit Carmen stürmisch umjubelt vor der Stierkampfarena. Wenige Schritte entfernt lauert José. Alle Warnungen sind vergeblich. Carmen schleudert José den Ring, den er ihr geschenkt hat, vor die Füße. Gedemütigt und verzweifelt ersticht José die Zigeunerin. "Nelsons Carmen ist frisch, von kitschigen Lesarten entstaubt, hochdramatisch, klangvollendet, sehr französisch und hat den nötigen Tiefgang. Das Staatsopernorchester folgt ihm gerne" (Kurier, Wien). "Das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Meisterwerk, das heißt, eine jener seltenen Kompositionen, die im höchsten Grade das musikalische Streben eines ganzen Zeitalters widerspiegeln. Und ich kenne wahrhaftig nichts in der Musik, das dieses Element, das ich als das Hübsche - le joli - bezeichne, so verkörpert wie diese Oper. Ich bin überzeugt, daß 'Carmen' in zehn Jahren die populärste Oper der ganzen Welt sein wird" (Peter Tschaikowsky an Nadjeschda von Meck nach einer der ersten Aufführungen der Oper). "Bizets Oper 'Carmen' befindet sich - musikgeschichtlich gesehen - in einer einzigartigen, idealen Situation: entstanden nach dem goldenen Zeitalter der Opera buffa, deren bester Elemente sie sich bedient, flankiert von den zwei Opern-Giganten Verdi und Wagner, von denen sie sich grundlegende Stilmittel zu eigen macht, komponiert vor dem Aufkommen der italienischen veristischen Oper, deren wichtigste Merkmale sie vorausnimmt, befindet sich 'Carmen' an einem in der Operngeschichte einmaligen Kreuzungspunkt" (René Leibowitz).

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