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Der schwedische Dirigent Herbert Blomstedt ist ein Phänomen - mit seinen 88 Jahren ist er einer der ältesten Dirigenten der Welt. Und doch: Am Pult verkörpert er eine solche Vitalität und Energie, eine solche Dynamik und Musizierfreude, dass er sowohl seine Musiker als auch sein Publikum gleichermaßen mitreißt. Im Herkulessaal der Münchner Residenz dirigiert Blomstedt, der als Meister der skandinavischen Komponisten gilt, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit zwei Sinfonien, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Ludwig van Beethovens Vierte Symphonie und die Symphonie Nr. 5 des dänischen Komponisten Carl Nielsen. Nielsens 1922 uraufgeführte Sinfonie ist ein eigenwilliges Werk, das vom Ersten Weltkrieg und seinen Schrecken gezeichnet ist, geprägt vom Kampf zwischen Zärtlichkeit und Vernichtung. Ein sanftes Plätschern der Bratschen weicht dem Marschtakt, den die Pauke vorgibt. Das Schlagwerk, der Kriegstreiber im Orchesterensemble, wird von der Seitentrommel angeführt. Immer wieder durchbricht es den Bann der idyllischen Momente, mutiert schließlich zur Anarchie und bedroht die Disziplin des gesamten Ensembles. Mit dem Dirigenten aus jahrelanger Zusammenarbeit vertraut, spielt das Das Orchester spielt das Werk des bedeutendsten dänischen Komponisten mit konzentrierter Intensität, ehrt Nielsen im Jahr seines 150. Geburtstages und bringt die Kontraste zu Beethovens Vierter, die selbst der "Inbegriff klassischer Ausgewogenheit" (BR Klassik) ist, wunderbar zur Geltung. Ebenso überzeugend wie bei Nielsen gelingt es Blomstedt, aus Beethovens "geheimnisvoll murmelnder Adagio-Einleitung eine unvorhergesehene Spannung" (BR Klassik) herauszuholen.

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