Boito, Mefistofele

Aus der Bayerischen Staatsoper mit Omer Meir Wellber, René Pape, Joseph Calleja, Kristine Opolais, Heike Grötzinger

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Beschreibung

Heute vor allem als Librettist von Verdis letzten Shakespeare-Meisterwerken, Otello und Falstaff, bekannt, war das Multitalent Arrigo Boito auch selbst Journalist, Dichter und ein hervorragender Komponist. Seine erste (und einzige vollendete) Oper, Mefistofele, ist sehr umfangreich und seine Entstehung dauerte etwa 20 Jahre. Seine erste (und einzige vollendete) Oper, Mefistofele, soll nicht weniger als die Gesamtheit von Goethes großem poetischen Drama Faust (Teil I und II) umfassen. Im Gegensatz zu Gounods bekannterer Version konzentriert sich Boitos Oper nicht nur auf die menschliche Tragödie von Fausts gefühlloser Verführung der unschuldigen Margherita (Goethes Gretchen), sondern auch auf den eher metaphysischen Konflikt zwischen Gut und Böse im ursprünglichen Gedicht. So sehen wir am Anfang Mefistofele, wie er mit Gott wettet, dass er den alten Philosophen Faust in die Wege der Sünde verführen kann, während wir am Ende die Niederlage des Teufels erleben, als der desillusionierte und sterbende Faust endlich eine flüchtige Vision des Glücks hat und erlöst wird. Der Regisseur Roland Schwab (ein Protegé der legendären Ruth Berghaus), der an der Bayerischen Staatsoper mit der Münchner Erstaufführung von Boitos Meisterwerk debütiert, spielt des Teufels Advokat, indem er die Oper in einen wie es aussieht mit Müll übersähten Nachtclub setzt, der sich dann in eine geriatrische Krankenstation verwandelt, mit einem betrunkenen Abstecher zum Münchner Oktoberfest. Ist die Hölle also einfach die Hölle auf Erden, die als moderne Welt durchgeht? René Pape singt "mit klaren, kräftigen Basslinien" (Deutschlandradio Kultur) und spielt Mefistofele als den sardonischen Anführer eines satanischen Kultes. Als Faust, sein Sklave, schlägt der maltesische Tenor Joseph Calleja "seine hohen Töne mit ungeheurer Kraft" (Financial Times). Die Margherita der lettischen Sopranistin Kristine Opolais "glänzt mit dezenter Grace-Kelly-Eleganz" (Opera Today), während die armenische Sopranistin Karine Babajanyan als Elena - die sagenumwobene Helena von Troja - "mit heroischen hohen Tönen glänzt" (Süddeutsche Zeitung). Im Orchestergraben schließlich hält der israelische Dirigent Omer Meir Wellber "alle musikalischen Texturen mit bewundernswerter Kontrolle zusammen" (BR Klassik).

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