Brahms, Doppelkonzert a-Moll op. 102

Aus dem Wiener Musikverein mit Leonard Bernstein, Wiener Philharmoniker, Gidon Kremer, Mischa Maisky

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Beschreibung

Anläßlich des 150. Geburtstages von Johannes Brahms im Jahre 1983 nahm Leonard Bernstein mit den Wiener Philharmonikern fast alle Orchesterwerke des Komponisten für Schallplatte und Video auf. Heute gilt dieser Zyklus als Meilenstein in der Interpretation der Musik von Johannes Brahms. Für Bernstein war Brahms "ein wahrer Romantiker, der seine Leidenschaften in ein klassisches Gewand kleidete", aber auch "ein norddeutscher Klassiker, den es nach Wien verschlagen hatte und der sich dort von Donau, Karpaten und dem Temperament der Zigeuner hatte inspirieren lassen". Bernstein und die Wiener Philharmoniker berücksichtigten diesen Dualismus und unterstrichen sowohl das klassische als auch das romantische Element, die dramatische Intensität und die nüchterne Zurückhaltung von Brahms' Musik. Die Konzerte fanden im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins statt, dem Uraufführungsort von zwei Brahms-Symphonien, wo auch der Komponist selbst schon dirigiert hatte. Beim Doppelkonzert handelt es sich um Brahms' letzte Orchesterkomposition. Den Violinpart schrieb er als Versöhnungsgabe für seinen alten Freund, den Geigenvirtuosen Joseph Joachim, mit dem er sich entzweit hatte. Brahms ließ deshalb verschiedene musikalische Erinnerungen an ihre Freundschaft anklingen. Das Werk ist jedoch auch eine Reminiszenz an die Vergangenheit, an Formen der Ensemble-Komposition, die im 18. Jahrhundert gipfelten: an die Tradition des Concerto grosso, die in Bachs Brandenburgischen Konzerten ihren Höhepunkt fand, und die der Sinfonia concertante, der Mozart ein Denkmal gesetzt hat.

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