Brahms, Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15

Aus dem Wiener Musikverein mit Leonard Bernstein, Wiener Philharmoniker, Krystian Zimerman

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Beschreibung

Johannes Brahms war 26 Jahre alt, als er sein erstes Klavierkonzert beendete, das zu den dichtesten und solistisch anspruchsvollsten des gesamten 19. Jahrhunderts gehört. Die Arbeit ging langsam und mühevoll vor sich; über drei Jahre benötigte er, um das Werk zu verbessern und zu überarbeiten. Im Unterschied zu den meisten Virtuosenkonzerten seiner Zeit könnte man es beinahe als Symphonie mit obligatem Klavier bezeichnen. Die Uraufführung fand am 22. Januar 1859 statt; der Komponist selbst hatte den Klavierpart übernommen. Brahms schrieb seinem Freund Joseph Joachim, daß das Konzert "glänzend und entschieden - durchfiel". Die komplexe Struktur, die symphonischen Dimensionen, der Verzicht auf effektvolle, elegante Brillanz des Soloparts, der durchweg eine spezifisch Brahmssche orchestrale Fülle besitzt - all das mußte zunächst verstören, bis gerade solche Qualitäten das d-Moll-Konzert zu einem der berühmtesten Meisterwerke seiner Gattung werden ließen. Anläßlich des 150. Geburtstages von Johannes Brahms im Jahre 1983 nahm Leonard Bernstein mit den Wiener Philharmonikern zwischen 1981 und 1984 fast alle Orchesterwerke des Komponisten für Schallplatte und Video auf. Heute gilt dieser Zyklus als Meilenstein in der Interpretation Brahmsscher Musik. Für Bernstein war Brahms "ein wahrer Romantiker, der seine Leidenschaften in ein klassisches Gewand kleidete", aber auch "ein norddeutscher Klassiker, den es nach Wien verschlagen hatte und der sich dort von Donau, Karpaten und dem Temperament der Zigeuner hatte inspirieren lassen". Bernstein und die Wiener Philharmoniker berücksichtigten diesen Dualismus und unterstrichen sowohl das klassische als auch das romantische Element, die dramatische Intensität und die nüchterne Zurückhaltung von Brahms' Musik. Die Konzerte fanden im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins statt, dem Uraufführungsort von zwei Brahms-Symphonien, wo auch der Komponist selbst schon dirigiert hatte. Der Solist in diesem Brahms-Konzert ist der polnische Pianist Krystian Zimerman (*5.12.1956), dessen kometenhafter Aufstieg 1975 begann, nachdem er den Chopin-Wettbewerb in Warschau gewonnen hatte. Nach Erweiterung seines Repertoires und einem Studienaufenthalt 1980 in London machte er sich durch zahlreiche Konzerte und Aufnahmen einen Namen als einer der begabtesten Pianisten seiner Generation. Bedeutenden Einfluß hatte in seiner Jugend die Freundschaft mit Artur Rubinstein; weitere Schwerpunkte in der Karriere des Pianisten waren die Arbeit mit Dirigenten wie Bernstein, Giulini und Karajan. Zimerman gibt nur wenige Konzerte; auch die Zahl seiner Schallplatten-Veröffentlichungen ist gering, doch diese gelten weithin als vorbildlich und erstklassig im Hinblick auf Interpretation und Technik. Krystian Zimerman leitet eine Meisterklasse an der Musikhochschule Basel. Diese Aufnahme entstand im November 1983 im Wiener Musikvereinssaal.

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