Brahms, Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15

Aus dem Concertgebouw Amsterdam mit Bernard Haitink, Koninklijk Concertgebouworkest, Artur Rubinstein

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Beschreibung

Johannes Brahms war 26 Jahre alt, als er sein erstes Klavierkonzert beendete, das zu den dichtesten und solistisch anspruchsvollsten des 19. Jahrhunderts gehört. Die Arbeit ging langsam und mühevoll vor sich - über drei Jahre benötigte Brahms, um das Werk zu verbessern und zu überarbeiten. Im Unterschied zu den meisten Virtuosenkonzerten seiner Zeit könnte man es beinahe als Symphonie mit obligatem Klavier bezeichnen. Die Uraufführung fand am 22. Januar 1859 statt; der Komponist selbst hatte den Klavierpart übernommen. Brahms schrieb seinem Freund Joseph Joachim, daß das Konzert "glänzend und entschieden - durchfiel". Die komplexe Struktur, die symphonischen Dimensionen, der Verzicht auf effektvolle, elegante Brillanz des Soloparts, der durchweg eine spezifisch Brahmssche orchestrale Fülle besitzt - all das mußte zunächst verstören, bis gerade solche Qualitäten das d-Moll-Konzert zu einem der berühmtesten Meisterwerke seiner Gattung werden ließen. Artur Rubinstein zählte zu den bedeutendsten Pianisten des 20. Jahrhunderts. Geboren 1887 in Lodz, nahm er Klavierunterricht in seiner Heimatstadt und am Warschauer Konservatorium. In Berlin setzte er seine Ausbildung fort und debütierte dort 1900 unter der musikalischen Leitung von Joseph Joachim. Auftritte in vielen Ländern Europas und Amerikas folgten. Nach drei Jahrzehnten reger Konzerttätigkeit legte der Bonvivant Rubinstein ("Ich liebe das Leben in allen seinen Erscheinungen") 1932 eine künstlerische Pause ein und stellte sich 1937 - im Alter von 50 Jahren - erneut dem Publikum vor. Rubinstein, der glückhafte Virtuose, wie Thomas Mann ihn bezeichnet hatte, arbeitete mit den berühmtesten Musikern seiner Zeit, machte Schallplattenaufnahmen und wurde bei seinen Auftritten in aller Welt als "Pianist des Jahrhunderts" gefeiert. Rubinsteins Interpretationen gelten bis heute als vorbildlich, in mancher Hinsicht unerreicht. Das vielseitige Repertoire, die sichere Technik und der unwiderstehlich schöne Ton machten jeden Auftritt des Künstlers zu einem Erlebnis. Ein Dreivierteljahrhundert beherrschte Rubinstein die Konzertsäle der Welt. 1976 zog er sich in London mit einem Abschiedskonzert vom Konzertpodium zurück, im Dezember 1982 starb Artur Rubinstein fünfundneunzigjährig in Genf. Diese Aufnahme entstand im August 1973 im Concertgebouw Amsterdam.

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