Brahms, Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83

Aus dem Wiener Musikverein mit Claudio Abbado, Wiener Philharmoniker, Maurizio Pollini

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Beschreibung

Maurizio Pollini, 1942 in Mailand geboren, gewann 1960 den 1. Preis beim Frédéric-Chopin-Klavierwettbewerb in Warschau. Danach wies er alle Konzertangebote zurück, um weiterzustudieren, und trat ein Jahr lang nicht auf. Nach dieser Zeit der Vervollkommnung begann seine großartige Karriere, und seitdem ist Maurizio Pollini ständiger Gast in den Musikzentren der Welt. Seine Konzerte sind stets lange im voraus ausverkauft; er gilt als einer der hervorragendsten Pianisten unserer Zeit. Als "ernster Mensch, der die Bequemlichkeit scheut" (Pollini über sich selbst) arbeitet er wie besessen an seiner faszinierenden Perfektion. Pollinis weites Repertoire umfaßt Werke von Bach bis zu zeitgenössischen Komponisten. Schwerpunkte sind Chopin, Beethoven, Schubert und das 20. Jahrhundert. Er hat zahlreiche Schallplattenaufnahmen gemacht und wurde mit vielen bedeutenden Preisen ausgezeichnet. Doch Pollini ist nicht nur ein Superstar des Klaviers, sondern auch ein gesellschaftlich engagierter Künstler, der sich oft zu aktuellen politischen Themen geäußert hat. Pollini konfrontiert sein Publikum gerne mit Musik unserer Zeit - Boulez, Nono, Stockhausen und andere vornehmlich italienische Komponisten. Er begreift die abendländische Musik als eine geschichtliche Einheit, die sich kontinuierlich weiterentwickelt hat: "Von den alten Meistern zu Luigi Nono ist es gar nicht so weit". Als Maurizio Pollini 1996 den renommierten Siemens-Musikpreis erhielt, hieß es in der Begründung treffend, in seinem Spiel verbänden sich "souveräne technische Meisterschaft, erlesener Geschmack, selbstverständliches, waches Formgefühl und eine tiefe Verantwortung gegenüber dem Notentext". Mit 44 Jahren hatte Johannes Brahms seine erste Italienreise unternommen. Wieder in Österreich, skizzierte er dieses Konzert in Pörtschach am Wörthersee, ließ die Entwürfe jedoch drei Jahre lang liegen. Er reiste erneut nach Italien, kehrte zu seinem 48. Geburtstag (am 7. Mai 1881) nach Wien zurück und nahm - vom italienischen Frühling beflügelt - die Arbeit an dem Konzert erneut auf. Zwei Monate später hatte er die Partitur fertiggestellt. Bei der Uraufführung am 9. November 1881 im Budapester Redoutensaal saß der Komponist selbst am Flügel. Ein stimmungsvoller Hornruf zu Beginn des Werkes erscheint wie die magische Aufforderung an die anderen Instrumente. Das für ein Instrumentalkonzert eher untypische Scherzo hat bereits symphonische Ausmaße und Fülle. Der langsame Satz basiert auf einer wiegenliedähnlichen Melodie, die dem Cello anvertraut ist, und den Abschluß bildet ein bezauberndes Rondo Finale. Diese Aufnahme entstand im Mai 1976 im Wiener Musikvereinssaal.

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