Brahms, Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Aus dem Wiener Musikverein mit Carlos Kleiber, Wiener Philharmoniker

Das Klassikportal für Ihren Musikgenuss

Streamen Sie mit fidelio die schönsten Opern, Konzerte, Ballette und Dokumentationen in bester Bild- und Tonqualität – ob unterwegs auf Ihrem Tablet, Computer, Smartphone oder Zuhause auf Ihrem Fernsehgerät.

  • Exklusive Live-Übertragungen
  • Umfangreiches Klassikarchiv
  • Beste Bild- und Tonqualität
  • Streaming auf TV, Tablet, Web & Mobil
Jetzt kostenlos testen

Beschreibung

Carlos Kleiber, 1930 in Berlin geboren und in Argentinien aufgewachsen, war eine Ausnahmeerscheinung im internationalen Musikbetrieb. Der "höchstverehrte Dirigent seit Toscanini", wie ihn die New York Times bezeichnete, trat äußerst selten auf, mied jeden Medienrummel, hat nur wenige Schallplattenaufnahmen gemacht und war an kein Opernhaus und kein Orchester vertraglich gebunden. Er allein bestimmte, wann und wo er welche Werke dirigierte: nur die, die er mochte. Und dennoch wurde jedes Konzert, jede Opernaufführung mit dem Perfektionisten Carlos Kleiber am Pult ein großes Ereignis, dessen Faszination sich kein Musikliebhaber entziehen konnte. Wo immer er auftrat, wurde in Superlativen gesprochen: Es gab den längsten Applaus, die lautesten Bravorufe für den besten Dirigenten und kapriziösesten Taktstockmagier der Welt. Der endlose Jubel bewies jedesmal aufs neue, daß der Maestro seinem Publikum einen unvergeßlichen, einmaligen Musikgenuß von höchstem Niveau beschert hat. Carlos Kleiber starb im Juli 2004 nach langer schwerer Krankheit. Im Gegensatz zur stürmischen und dramatischen Ersten ist Brahms' Zweite Symphonie heiter und lyrisch. Die Musik kann als Spiegelbild der idyllischen Landschaft um den Wörthersee in Kärnten verstanden werden, wo Brahms das Werk im Sommer 1877 komponierte. Brahms selbst wies jedoch auf eine von der pastoralen Heiterkeit überdeckte unterschwellige Melancholie hin. "Du hast noch nichts Weltschmerzlicheres gehört", schrieb er seinem Freund Schubring. Trotz der scheinbaren Einfachheit der symphonischen Sprache wird die Komposition mit vielen thematischen Fäden verstärkt und angereichert, die von einem Satz auf den nächsten übergehen. Seit der Uraufführung am 20. Dezember 1877 in Wien wird die Zweite Symphonie von Musikliebhabern ganz besonders geschätzt. So schrieb der berühmte Kritiker Eduard Hanslick nach einer Wiener Aufführung: "Sie gehört allen, die sich nach guter Musik sehnen, mögen sie die schwierigste fassen oder nicht." Diese Aufnahme entstand im Oktober 1991 im Wiener Musikvereinssaal.

Empfehlungen

Jetzt kostenlos testen