Britten, War Requiem

Von den Salzburger Festspielen mit Antonio Pappano, Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Anna Netrebko, Ian Bostridge, Thomas Hampson

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Beschreibung

Benjamin Britten (1913-1976) zählte zu den führenden Komponisten Großbritanniens und gilt als einer der großen Meister des 20. Jahrhunderts. Sein internationaler Ruhm gründet sich auf Werke wie die Oper "Peter Grimes" (1946), das War Requiem (1961) und die Oper "Tod in Venedig" (1973). Britten schrieb das War Requiem zur Einweihung der neu erbauten Kathedrale von Coventry am 30. Mai 1962; das alte Gebäude war im Zweiten Weltkrieg durch die deutsche Bombardierung stark beschädigt worden. Das War Requiem handelt vom Krieg und dem Leid des Krieges und verbindet den traditionellen lateinischen Text des Requiems mit Worten des im Ersten Weltkrieg gefallenen englischen Dichters Wilfried Owen (1893-1918). Benjamin Britten stellte der Partitur die folgenden Worte Wilfried Owens voran: "My subject is War, and the pity of War, The Poetry is in the pity ... All a poet can do today is warn." "Mein Thema ist der Krieg und das Leid des Krieges. Die Poesie liegt im Leid ... Alles, was ein Dichter heute tun kann, ist: warnen." "Für die sonntägige Aufführung im Großen Festspielhaus wurde vokal ein kaum zu überbietendes Trio aufgeboten, das den flammenden Farben der leidenschaftlichen (An-)Klage wie der fahlen Stimmung fatalen Verlusts, dem Appell wie der Einkehr großartig Gestalt verlieh: Anna Netrebko, vor dem Chor postiert, brachte ihre Messteile mit (über-)strahlender Kraft und voluminöser Energie, magisch aufleuchtend ohne jeden Druck zur Wirkung, Ian Bostridge hüllte seinen Part in den für ihn so charakteristischen Tenorvortrag einer gespenstisch bleichen, gleichsam wesenlos schwebenden Stimme, Thomas Hampson zeigte erneut - wie schon als Posa in Verdis 'Don Carlo' - die famose Spannkraft seiner baritonalen Linie, fand im Lyrischen einen direkten, beklemmenden, erschütternden dramatischen Ton. Unheimlich allein der letzte Gesang der verfeindeten, toten Soldaten in einem dunklen Dabei ist Brittens 'War Requiem' bei allem äußeren Aufwand (Kinderchor, großer Chor, Solisten, großes und kleines Orchester) kein überbordend wuchtiges oder gar bombastisches Werk. Es fordert im Gegenteil eine präzise ausdifferenzierte Gestaltungsgabe, für die Antonio Pappano die bestmöglich souveräne Dispositionsfähigkeit mitbringt. Es gilt nicht allein, Massen zu koordinieren, sondern den spezifischen Klang sprechen zu lassen." (Salzburger Nachrichten)

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