Inhalt

Indem man einen riesigen schwarzen Ring in der Mitte der Bühne platziert, der einen bedrohlichen Schatten über die Sänger wirft und die Szene dominiert, hebt Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner Stefano Poda die Geschichte vom rastlos suchenden Faust auf eine abstrakte, scheinbar futuristisch Ebene, und sorgt so nicht nur aufgrund der ausgeklügelten Lichtregie für die faszinierendsten Bühnenmomente.
Auch dank der exzellenten und enthusiastischen Besetzung gelingt es Poda sein Publikum zu überzeugen. Charles Castronovo in der Titelrolle ist mit seinem brillanten Schauspiel und seinem sanften Gesang besonders hervorzuheben. Der russische Bass Ildar Abdrazakov - ein fester Bestandteil aller großen Opernhäuser auf der ganzen Welt - verkörpert den dämonischen Méphistophélès. Als das unschuldige junge Mädchen Marguerite sehen wir die moldawische Sopranistin Irina Lungu, die mit glasklarem Timbre ihr Können unter Beweis stellt. Geleitet wird die Aufführung von dem seit 2007 amtierenden Generalmusikdirektor des Teatro Regio Gianandrea Noseda,der sich zum ersten Mal mit dieses Opernjuwels annahm. Er dirigiert das Orchester des Teatro Regio Torino mit feinen Nuancen und einem hohen Gehalt an musikalischer Spannung.

Die 1859 in Paris uraufgeführte Oper war von Anfang an erfolgreich. Heute ist Charles Gounods Faust eines der beliebtesten Werke. im französischen Opernrepertoire. Goethes Tragödie diente als Grundlage, während Michael Carrés französische Version Faust et Marguerite Gounod den Anstoß für seine musikalische Arbeit mit dem Stoff lieferte.

Details

  • Produktionsjahr:

    2015

  • Genres:
  • Altersfreigabe:

    0+

  • Audiosprache:

    keine Sprachinhalte

  • Untertitelsprache:

    Deutsch

  • Location:
  • Land:

    Italien

Besetzung

Galerie

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