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Giuseppe Verdis Requiem zählt neben Ludwig van Beethovens Missa solemnis und Johannes Brahms' Deutschem Requiem zu den großen Meisterwerken geistlicher Musik des 19. Jahrhunderts. Das Stück wurde zum Gedenken des berühmten italienischen Dichters Alessandro Manzoni an dessen erstem Todestag am 22. Mai 1874 in der Kirche San Marco in Mailand uraufgeführt. Manzoni war eine der Leitfiguren des Risorgimento und in Italien hochgeschätzt; sein bis heute gebliebener Ruhm geht vor allem auf den Roman "I promessi sposi" (Die Verlobten, 1827) zurück.

Verdis Komposition beeindruckt durch ihre große Dramatik und Emotion - von der stillen Ehrfurcht des "Requiem aeternam" bis zum furiosen "Dies irae", von der überwältigenden Kraft des "Tuba mirum" bis zum schluchzenden Schmerz des "Lacrimosa". Verdi legte Wert darauf, daß es "nicht wie eine Oper gesungen werden" dürfe. Ihm gelang ein großes geistliches Werk von überwältigender Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, obwohl er selbst kein gläubiger Katholik war.

Verdi selbst leitete die Uraufführung mit über 200 Musikern und ließ sich vom riesigen Erfolg dazu bewegen, das Werk drei Tage später in der Scala zu dirigieren und es anschließend durch ganz Europa zu begleiten. "Mir scheint", kommentierte er zufrieden und leicht ironisch das positive Echo auf sein sakrales Konzertstück, "ich bin nun eine ernstzunehmende Persönlichkeit geworden und nicht mehr der Bajazzo, der auf die große Pauke haut..."

Anläßlich des 10. Todestages des großen italienischen Dirigenten Arturo Toscanini wurde im Januar 1967 an der Mailänder Scala Giuseppe Verdis Requiem aufgeführt. Das Konzert war Auftakt der großen Feierlichkeiten zum hundertsten Geburtstag Toscaninis im Frühling des gleichen Jahres. 56 Jahre lang, unterbrochen durch die Zeit des Faschismus, hatte Toscanini das musikalische Geschehen des weltberühmten Opernhauses entscheidend geprägt.

Classica zeigt dieses Gedenkkonzert mit Chor und Orchester der Mailänder Scala; am Pult stand Herbert von Karajan; Solisten waren drei Stars der internationalen Opernszene: Leontyne Price, Fiorenza Cossotto und Nicolai Ghiaurov. Zu ihnen gesellte sich der junge Luciano Pavarotti, der damals noch am Anfang seiner Karriere stand und für seinen Kollegen Carlo Bergonzi eingesprungen war.

Die Produktion unter der musikalischen Leitung von Herbert von Karajan gilt in ihrer künstlerischen Vollendung bis heute als exemplarisch. Regisseur des Films ist Henri-Georges Clouzot, der Schöpfer klassischer "Films noirs" wie "Lohn der Angst" und "Quai des Orfčvres".

Details

  • Produktionsjahr:

    1967

  • Genres:
  • Altersfreigabe:

    0+

  • Audiosprache:

    keine Sprachinhalte

  • Untertitelsprache:

    keine Untertitel

  • Location:
  • Land:

    Deutschland

    Italien

Besetzung

Galerie

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