Chopin, Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll op. 21

Aus der Fairfield Hall, Croydon mit Sir André Previn, London Symphony Orchestra, Artur Rubinstein

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Beschreibung

Artur Rubinstein zählte zu den bedeutendsten Pianisten des 20. Jahrhunderts. Geboren 1887 in Lodz, nahm er Klavierunterricht in seiner Heimatstadt und am Warschauer Konservatorium. In Berlin setzte er seine Ausbildung fort und debütierte dort 1900 unter der musikalischen Leitung von Joseph Joachim. Auftritte in vielen Ländern Europas und Amerikas folgten. Zu Beginn des ersten Weltkriegs schwor er sich, nie wieder in Deutschland zu spielen. Als Pole und als Jude erneuerte er diesen Schwur und hielt sich bis an sein Lebensende daran. Nach drei Jahrzehnten reger Konzerttätigkeit legte der Bonvivant Rubinstein ("Ich liebe das Leben in allen seinen Erscheinungen") 1932 eine künstlerische Pause ein und stellte sich 1937 - im Alter von 50 Jahren - erneut dem Publikum vor. Rubinstein, der glückhafte Virtuose, wie Thomas Mann ihn bezeichnet hatte, arbeitete mit den berühmtesten Musikern seiner Zeit, machte Schallplattenaufnahmen und wurde bei seinen Auftritten in aller Welt als "Pianist des Jahrhunderts" gefeiert. Rubinsteins Interpretationen gelten bis heute als vorbildlich, in mancher Hinsicht unerreicht. Das vielseitige Repertoire, die sichere Technik und der unwiderstehlich schöne Ton machten jeden Auftritt des Künstlers zu einem Erlebnis. Rubinstein spielte Kompositionen der deutschen Klassik und Romantik sowie russische, spanische und französische Klavierwerke. Besonders intensiv widmete er sich den Kompositionen seines Landsmannes Chopin und setzte mit seinem unsentimentalen Spiel neue Maßstäbe in der Chopin-Interpretation. Ein Dreivierteljahrhundert beherrschte Rubinstein die Konzertsäle der Welt. 1976 zog er sich in London mit einem Abschiedskonzert vom Konzertpodium zurück, im Dezember 1982 starb Artur Rubinstein fünfundneunzigjährig in Genf. Diese Aufnahme entstand 1975 in der Fairfield Hall, Croydon.

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