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Mitsuko Uchida und die Camerata Salzburg spielen das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 20 d-Moll KV 466 von Wolfgang Amadeus Mozart. Aufgenommen im März 2001 im Großen Saal des Mozarteums Salzburg.

Zu Mozarts Zeiten war es noch üblich, daß ein Komponist die Instrumente, für die er schrieb, auch selbst beherrschte. Mozart war ein guter Geiger, doch sein eigentliches Instrument war das Klavier. Er trat schon in jungen Jahren öffentlich auf und wurde in Wien berühmt als Pianist und als Interpret eigener Klavierwerke. Den größten Teil seiner Klavierkonzerte
schrieb Mozart für den eigenen Gebrauch. Er begann mit Bearbeitungen fremder Kompositionen und endete mit 14 symphonischen Werken der Reife, die einen Höhepunkt in der Geschichte des Solokonzerts darstellen. Die Klavierkonzerte begleiteten Mozart während seiner ganzen Laufbahn als Solist und Komponist. Sie dokumentieren seine persönliche künstlerische Entwicklung und zugleich die Entwicklung der Gattung vom Konzept der
Barockmusik zum klassischen Solokonzert. Mozart nutzte die technischen Möglichkeiten seines Instruments und experimentierte mit Form, Klangfarbe und dem Gegensatz zwischen Solist und Orchester. Das Konzert d-Moll KV 466 markiert einen Wendepunkt in Mozarts Schaffen: Der düstere, ruhelose Charakter und die Tonart des "Don Giovanni" und des
Requiems machten das Werk berühmt; auch Passagen in Dur klingen hier nicht unbeschwert heiter. Das Konzert, oft als dämonisch-romantisch bezeichnet, geht neue Wege in der Gegenüberstellung von Solist und Orchester. Selbst Beethoven hat es gespielt und versah es mit eigenen Kadenzen, die auch in dieser Aufführung mit Mitsuko Uchida erklingen.

"...höchst spannend, ergreifend und im überwältigenden Sinne berauschend. Solistischer und orchestraler Atem spannten einen kühn fulminanten Bogen höherer Gemeinsamkeit." (Kronenzeitung, 5.3.2001)

Die japanische Musikerin Mitsuko Uchida (*1948) gehört zur Elite der Pianisten. Bereits mit 12 Jahren siedelte sie nach Wien über und studierte an der Musikhochschule. In den 70er Jahren begann ihre internationale Karriere. Weltweit für Aufsehen sorgte die Einspielung sämtlicher Klaviersonaten von Wolfgang Amadeus Mozart. Seitdem gilt Mitsuko Uchida als
Expertin für das Klavierwerk Mozarts. Ihr Interesse gilt ebenso den Werken von Haydn, Schubert, Chopin, Schönberg und Messiaen. Als multikulturelle Europäerin hat sie eine starke Bindung zu ihrer Wahlheimat England und zu Deutschland und Österreich.

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