Inhalt

Eine fantastische Darstellung von Jacques Offenbachs Oper, begleitet von einer Aufnahme mit einem hochkarätigen Sängerensemble.

„Den kleinen Puppen aus Salzburg ist es ein leichtes, unsere Aufmerksamkeit auf Olympia zu lenken, die mechanische Puppe des Physikers; in Venedig entsteigt Giulietta wie Venus einer Muschel und Schlemihl sieht sich Degen gegenüber, die, von unsichtbarer Hand geführt, feurig funkeln. In der Wohnung von Crespel findet schließlich die Phantasmagorie ihren Höhepunkt. Das schwindsüchtige Verhalten der Antonia, ihr auserlesenes Klavierspiel, ihr Liebesduett mit Hoffmann, das plötzliche Erscheinen des Doktor Mirakel, die einstürzenden Mauern, das Portrait der Mutter, die Statue, die zum Leben erwacht, dazu eine Beleuchtung, die sich ständig verändert, und die berauschende Musik – dies alles scheint uns fortzutragen. Die Marionetten haben ihre Partie gewonnen – sie sind unwiderruflich lebendig.“
Le Monde
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Prolog
In Luthers Weinkeller unter dem Opernhaus. Die Geister des Weines und des Bieres flüstern aus den Fässern, dass sie als Freunde der Menschen Wehmut und Kummer verjagen wollen. Die einem Fass entsteigende Muse will den Dichter Hoffmann wieder für sich gewinnen. Er scheint ihr, wegen seiner unglücklichen Liebe zur Sängerin Stella, untreu zu werden. Sie nimmt die Gestalt eines „Zweiten Ich“ an: Niklaus. Rivale um die Gunst Stellas ist der Stadtrat Lindorf. Er fängt ein an Hoffmann adressiertes Billett, mit dem Schlüssel zu Stellas Privatgemach, ab. Hoffmann will bei Gesang und Punsch Vergessen von seinen Liebesschmerzen finden. Als er das Lied vom Kleinzack vorträgt, schweift seine Erinnerung jedoch wiederum zu Stella ab. In Hoffmanns nun beginnenden Erzählungen verwandelt seine Fantasie die Sängerin in drei verschiedene Gestalten: die erste nennt der Poet: Olympia – die „Majestätische“.

I.
In Hoffmanns Phantasie entstehen die Präsentationsräume bei Spalanzani. Der hat mit der Puppe Olympia sein Meisterwerk geschaffen. Ihre Augen allerdings stammen vom unheimlichen Coppelius. Er nötigt Hoffmann eine magische Brille auf, durch die man die Umwelt in idealisierender Verklärung sieht. So kann Hoffmann auch nicht bemerken, dass die vom Diener Cochenille angekündigten „Gäste“ ebenso seelen- und leblose Puppen sind wie die vermeintliche „Tochter“ Spalanzanis, in deren makellose Schönheit er sich sofort verliebt. Ihre physikalischen Mechanismen befähigen sie zum Singen und zum Tanz. Das Verhängnis kündigt sich an, als Olympias Uhrwerk in chaotisches Rasen verfällt. Hoffmann wird niedergestoßen und verliert die alles beschönigende Brille. Er muss mitansehen, wie Coppelius – durch einen falschen Scheck von Spalanzani um seinen Anteil geprellt – das Puppenkunstwerk wütend zerstört. Vor den Trümmern seiner Liebe bleibt Hoffmann zurück.

II.
Hoffmanns zweite Geschichte erzählt von seiner Liebe zur venezianischen Kurtisane Giulietta. Diese hat sich dem bösen Dapertutto verschrieben. Wie bereits dem einstigen Rivalen Hoffmanns, Schlemihl, soll nun ihm selber das Spiegelbild geraubt werden. Ein Diamant von kaltem Feuer wird Giuliettas Belohnung dafür sein. Der eifersüchtige Schlemihl will Hoffmann mit seinem Degen töten, fällt jedoch durch Dapertuttos magische Waffe. Hoffmann sucht Vergessen bei der Kurtisane. In ihren Armen verliert er sich, sein Spiegelbild löst sich von ihm und die Schöne entschwindet mit ihrem wirklichen Liebhaber Pitichinaccio. Hoffmann bleibt allein zurück.

III.
Hoffmanns dritte Erzählung handelt von seiner Liebe zur schwindsüchtigen Antonia, der Tochter von Crespel und einer weltberühmten Sängerin. Antonia musste ihrem Vater versprechen, nicht zu singen, um nicht ebenso verfrüht wie ihre Mutter zu sterben. Als Hoffmann sie besucht, stimmt sie mit ihm trotzdem ihr gemeinsames Liebeslied an. Crespel hat dem tauben Diener Franz befohlen, niemandem die Tür zu öffnen. Dennoch verschafft sich „Doktor“ Mirakel Zutritt zum Haus und befiehlt Antonia zu singen. Zauberfläschchen sollen die Tochter, wie auch den geprüften Vater, kurieren. Der aber wirft den ungebetenen Gast hinaus. Vor dem Bild ihrer Mutter sucht Antonia Hilfe. Mirakel beschwört das Bild der Mutter, die nun Antonia zum Singen auffordert. Crespel findet seine sterbende Tochter. Hoffmann erleidet ein weiteres Mal das Ersterben seiner Liebe.

Epilog
Erschöpft und betrunken beendet Hoffmann seine Erzählungen. Verständnislos begießen die Studenten die poesievolle Synthese: Künstlerin – Kurtisane – junge Geliebte – und Tod – mit Strömen von Alkohol. Nach dem Ende der „Don Giovanni“-Aufführung sucht Stella im Weinkeller nach Hoffmann. Die Stimme seines „Zweiten Ich“ – Niklaus – lässt Stella wissen, dass Hoffmanns Liebe zu ihr erstorben ist. Aber der Rat Lindorf warte auf sie …

Details

  • Produktionsjahr:

    2021

  • Kategorie:
  • Altersfreigabe:

    0+

  • Audiosprache:

    Deutsch

  • Untertitelsprache:

    keine Untertitel

  • Ort:
  • Land:

    Österreich

Besetzung

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Salzburger Marionettentheater