Donizetti, Roberto Devereux

Aus der Bayerischen Staatsoper München mit Friedrich Haider, Roberto Aronica, Edita Gruberová, Albert Schagidullin, Jeanne Piland

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Beschreibung

Trotz der erfolgreichen Uraufführung 1837 in Neapel und triumphaler Aufführungen im Ausland geriet "Roberto Devereux" für lange Zeit in Vergessenheit. Um 1960 wurde die Oper wiederentdeckt, und über ihre exponierte Stellung unter Donizettis Historiendramen besteht heute kaum noch Zweifel. Dennoch gelangt sie nur selten auf die Bühne. Das mag nicht zuletzt an der anspruchsvollen weiblichen Hauptpartie der Königin Elisabeth liegen, als deren unübertroffene Interpretin Edita Gruberova gilt. Selbstbewußt ließ die Bayerische Staatsoper verlauten: "Entweder ein Opernhaus kann 'die Gruberova' engagieren - oder es spielt dieses Werk nicht." Die Handlung spielt während der Regentschaft der englischen Königin Elisabeth I. Durch sein eigenmächtiges Handeln in Irland während einer militärischen Mission im Auftrag der Königin hat Roberto Devereux den Unmut der königlichen Berater erregt. Sie versuchen, eine Anklage wegen Landesverrats durchzusetzen und fordern die Todesstrafe. Die Königin würde ihm verzeihen, wenn er die Liaison mit ihr noch einmal aufnähme. Doch Devereux' Liebe gilt inzwischen einer anderen Frau. Verrat, Intrigen und Eifersucht kosten ihm das Leben und der Königin letztlich den Thron. Die britische Geschichte und besonders das Elisabethanische Zeitalter dienten den italienischen Belcanto-Komponisten immer wieder als beliebte Quelle für tragische Sujets. Mit "Roberto Devereux" setzte Donizetti Elisabeth I. gleich sein drittes musikalisches Denkmal. Der Regisseur Christof Loy und der Bühnenbildner Herbert Murauer entschieden sich gegen eine historische Ausstattung und Inszenierung. Statt dessen konzentrieren sie sich auf die psychologische Ausdeutung der Hauptcharaktere. Indem sie das tragische Geschehen im Dunstkreis der Macht in einem zeitlich und örtlich nicht näher definierten Raum stattfinden lassen, unterstreichen sie die Zeitlosigkeit der Oper. "Wie eh und je strahlt Gruberovas Sopran in kristalliner Klarheit, mit unverminderter Leichtigkeit streut sie ihre raffinierten Verzierungen ein, die Palette ihrer Klangfarben ist nach wie vor stupend, ihre gehauchten Pianissimi, ihre Crescendi und Decrescendi sind noch immer ohne Vergleich. Hinzu kommt, daß Edita Gruberova bei dieser Münchner Produktion in Friedrich Haider einen Partner am Pult hat, der sie nicht nur begleitet, sondern aus dem gleichen Sinn und Geist, mit demselben Sensorium für feinste klangliche und rhythmische Ausdruckswerte musiziert." (Neue Zürcher Zeitung, 21.01.2004)

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