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Romantikschloss und High-End-Festival im Wolkenturm
Die Festivalstätte Grafenegg ist eine der schönsten und größten europäischen Schlossanlagen des Historismus, errichtet auf einem im 15.Jahrhundert von Ulrich von Grafeneck erworbenen Adelssitz. Nach wechselvoller Geschichte erbaute August Ferdinand Graf Breuner um 1840 das Schloss im Stil der englischen Tudorgotik in der heutigen Gestalt, gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam es in den Besitz der Familie Metternich-Sándor. Um das Schloss zieht sich ein ausgedehnter Landschaftspark mit jahrhundertealten seltenen Bäumen.
Seit 1971 ist das nach Zerstörungen im Zuge des 2.Weltkriegs renovierte Schloss Schauplatz sommerlicher Konzerte. Mit der Errichtung des Grafenegger Wolkenturms 2006 als einzigartige Open-Air-Bühne glückte der Sprung in die Eliteklasse der europäischen Freiluftfestivals. In dem von The nextENTERprise geplanten Wolkenturm gastieren seither die besten Orchester der Welt – dem romantischen Schlossbau ist eine zeitgenössische Monumentalarchitektur ersten Ranges zur Seite gestellt. 1700 Sitzplätze und 300 Rasenplätze stehen für die Sommerkonzerte und das sich über drei Wochen erstreckende Festival ab Mitte August zur Verfügung; bei Schlechtwetter finden die Konzerte im ebenfalls neu errichteten Auditorium auf dem Schlossareal statt.
© Gustav Danzinger, ORF - Radio Österreich 1

Wissenswertes


  • Künstlerischer Leiter des Festivals ist seit Anbeginn der Pianist Rudolf Buchbinder.

  • Die Sommersaison von Grafenegg beginnt Mitte Juni mit der hochkarätig besetzten Sommernachtsgala, die regelmäßig auch international im Fernsehen übertragen wird.

  • Residenzorchester ist das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich mit seinem derzeitigen Chefdirigenten Yutaka Sado.

  • Jedes Jahr lädt Grafenegg einen Composer in Residence für Aufführungen, Dirigate und Workshops ein – von Krzysztof Penderecki und Heinz Holliger bis Jörg Widmann.

  • Die von der Firma Müller-BBM konstruierte Schallmuschel des Wolkenturmes macht diesen zu einer der akustisch besten Freiluftbühnen der Welt.

  • Das Auditorium mit seinen 1300 Sitzplätzen wird das ganze Jahr über bespielt.

  • Der Grafenegger Advent ist einer der stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte des Landes mit reichhaltigem Kulturprogramm in den Räumen des Schlosses.

  • Die Ausstattung der Räume des Schlosses erfolgte unter Einbeziehung aller Bildenden Künste durch prominente Bildhauer und Maler des mittleren 19.Jahrhunderts.

  • Architekt des Romantikschlosses war der Wiener Dombaumeister Leopold Ernst. Sein Vorbild war das Schloss Strawberry Hill im englischen Twickenham.

  • Der Barockgarten des 17. Jahrhunderts wurde gleichzeitig mit der Erbauung des Romantikschlosses in einen englischen Landschaftspark umgewandelt.


Schon gewusst?


  • Seit 2007 pflanzt jeder Composer in Residence einen von ihm gewählten neuen Baum im Schlosspark

  • „Ink still wet“ ist ein einzigartiges Projekt, das jungen Komponisten die Möglichkeit gibt, ein Orchesterwerk mit dem Composer in Residence zu optimieren und selber zu dirigieren.

  • In einer Liste aus dem Jahr 1910 sind 193 verschiedene Nadelgehölze im Grafenegger Schlosspark verzeichnet.

  • In den Marställen der Alten Reitschule kann man die marmornen Becken bewundern, an denen die Pferde getränkt wurden.

  • Heutiger Besitzer von Schloss Grafenegg ist der 1965 geborene Tassilo Metternich-Sándor.

  • Über viele Jahre führte der Liedsänger Robert Holl in Grafenegg die „Woche der Romantischen Musik“ durch.

  • In den Jahren 1984 und 1987 war das Schloss Schauplatz der zweiteiligen Niederösterreichischen Landesausstellung „Das Zeitalter Franz Josephs“.

  • Das u.a. mit zahlreichen Schubert-Autographen bestückte Musikarchiv des Schlosses ging 1945 leider fast gänzlich verloren.

  • In der näheren Umgebung von Grafenegg finden sich die Weltkulturerbe-Region Wachau, die alte Kulturstadt Krems und mehrere prachtvolle Klosteranlagen.


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