Händel, Feuerwerksmusik

Aus dem Schloss Oberschleißheim mit Karl Richter, Münchner Bach-Orchester

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Beschreibung

Die Feuerwerksmusik ist eines der letzten und großartigsten Orchesterwerke, die Georg Friedrich Händel (1685-1759) geschrieben hat. Die Auftragskomposition entstand zur Feier des Aachener Friedens, der das Ende des Streites um die österreichische Thronfolge markierte. Aus Paris war der berühmte italienische Architekt, Bühnenbildner und Feuerwerker Giovanni Niccolň Servandoni angereist, um der geplanten Friedensfeier den rechten, mithin spektakulären Glanz zu verleihen. In Händels imponierender Partitur "Music for the Royal Fireworks" vereinen sich der barocke Pomp der französischen Ouvertüre und der rhythmische Schwung des italienischen Concerto grosso. Die öffentliche Generalprobe in den Vauxhall Gardens zu London fand am 21. April 1749 statt: 12.000 Menschen verfolgten das Spektakel, der Straßenverkehr brach zusammen. Die offizielle Feier am 27. April war das genaue Gegenteil: Nur ein Bruchteil der Raketen tat, was Servandoni von ihnen erwartet hatte; dafür ging das große Gerüst, das man für das Feuerwerk errichtet hatte, in Flammen auf... Die Urfassung der Feuerwerksmusik ist nur für Bläser komponiert; bei einer späteren Bearbeitung erweiterte Händel die Partitur durch die Hinzunahme von Streichinstrumenten. Karl Richter (1926-1981) entdeckte seine wahre musikalische Berufung in Leipzig, als er bei den prominenten Musikern und Lehrern Karl Straube und Günther Ramin studierte. Am Anfang seiner Karriere standen die Orgel und das Cembalo, und in seinen ersten Konzerten waren es diese beiden Instrumente, auf denen er sein künstlerisches Vermögen ebenso virtuos wie poetisch in den Dienst Johann Sebastian Bachs stellte. Bald aber entdeckte Richter auch die Faszination großer Chor- und Orchesterbesetzungen. In den fünfziger Jahren gründete er den Münchener Bach-Chor und das Münchener Bach-Orchester, mit denen er die ganze Welt bereiste und im Laufe der Zeit rund 150 Aufnahmen machte. Besonders überzeugend war Richter immer dann, wenn er die Musik seiner großen Landsleute Bach und Händel interpretierte. Er verstand es wie kaum ein anderer, Händels monumentale Rhythmen und kolossale Klanglandschaften, die dynamische Schreibweise und den sanguinischen Geist der Musik zu vermitteln. Richter mußte erleben, wie sich die barocke Aufführungspraxis zu wiederholten Malen dramatisch veränderte. Gleichwohl bewahrte er seinen eigenen Stil, den man in den fünfziger und sechziger Jahren noch als revolutionär empfunden hatte: Diese "entromantisierte" Darstellung des Barock war unter anderem von einer geringeren Besetzungsstärke charakterisiert und entsprach damit eher den originalen Gegebenheiten. Richter setzte zugleich auf eine kühle, lebhafte und beinahe abstrakte Art des Musizierens, in der kein Platz war für übertriebene Dynamik und Agogik. Diese Aufnahme entstand im April 1970 im Schloß Oberschleißheim.

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