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"Eine rundum packende Neuinszenierung" (Frankfurter Allgemeine Zeitung): 52 Jahre nach der Uraufführung kehrt Hans Werner Henzes "The Bassarids" unter der Leitung von Kent Nagano zu den Salzburger Festspielen zurück, um diesen modernen Klassiker in einer hochdramatischen psychologischen Inszenierung von Krzysztof Warlikowski wieder aufleben zu lassen. Die von Euripides' Tragödie Die Bakchen inspirierte Oper ist so verführerisch wie aktuell: Wenn Dionysos - ist er ein Scharlatan? ist er ein Halbgott? - in die heile Welt des antiken Theben einbricht, stürzt er die Stadt ins Chaos. Im krassen Gegensatz zu seinem Cousin, König Pentheus, der ein von Reinheit und Askese geprägtes Leben führt, predigt Dionysos berauschende Ausschweifungen und Sinnlichkeit. Dieser personifizierte Kampf zwischen der rationalen und zivilisierten Seite und der instinktiven, rein sinnlichen Seite der menschlichen Natur führt die Königsfamilie in die Katastrophe. Im Bewusstsein der politischen Dimension der Geschichte, die in der heutigen Politik nachhallt, bringt Krzysztof Warlikowski eine seiner berühmten psychologischen Inszenierungen in der Felsenreitschule in Salzburg. Unter dem gigantischen dreiteiligen Bühnenbild von Małgorzata Szczęśniak entfaltet sich die fesselnde Geschichte wie ein Film im Split-Screen-Verfahren.

Mit "einem ausnahmslos hervorragend besetzten Ensemble" ist die musikalische Umsetzung "einfach großartig" (Der Standard). Der junge US-Tenor Sean Panikkar glänzt als Dionysos mit mühelos heroischer Kraft - "ein Triumph" (BR Klassik). Seinen Gegenspieler Pentheus singt Russel Braun hervorragend mit geschliffener Diktion und stimmlicher Fokussierung. Wie Tanja Ariane Baumgartner und Vera-Lotte Bäcker Agave und Autonoe darstellen, ist "eine Gesangs- und Spielkunst von höchstem Rang" (Neue Zürcher Zeitung). Willard Whites Cadmus überzeugt durch seine starke Persönlichkeit. Die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor sind die "überwältigenden Protagonisten dieser Neuproduktion" (Süddeutsche Zeitung). Stardirigent Kent Nagano, der Henze eng verbunden war, nimmt "Das Urteil der Kalliope" in das Werk auf, einen 20-minütigen Abschnitt aus der Originalpartitur, das der Darstellung des dionysischen Kultes in der Oper eine neue Dimension verleiht. Henzes Partitur schafft ein seltenes Gleichgewicht zwischen experimentellen und traditionellen Effekten. Nagano führt die Wiener Philharmoniker mit Klarheit und Präzision und sorgt für Transparenz auch bei größtem Orchestervolumen.

Details

  • Produktionsjahr:

    2018

  • Genres:
  • Altersfreigabe:

    0+

  • Audiosprache:

    Deutsch

  • Untertitelsprache:

    keine Untertitel

  • Festival:
  • Land:

    Österreich

Besetzung

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