Hinter den Kulissen - "Der Schauspieldirektor/Bastien und Bastienne" in Salzburg

Von den Salzburger Festspielen

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Beschreibung

Wien 1768: Der gerade einmal 12jährige Mozart komponiert das Singspiel "Bastien und Bastienne" - wohl als Hausaufgabe für seinen Vater. Das Stück wird wahrscheinlich im gleichen Jahr in privatem Rahmen uraufgeführt und verschwindet danach für mehr als 100 Jahre von der Bühne. 18 Jahre später: Im Rahmen eines "Wettstreits" mit Antonio Salieri komponiert Mozart im Auftrag von Kaiser Joseph II. das Singspiel "Der Schauspieldirektor". Die Idee zur Handlung, eine Komödie über das Theater und seine Stars zu schreiben, stammt angeblich vom Kaiser selbst. Für die Salzburger Festspiele 2006 wird "Bastien und Bastienne" in die Handlung des "Schauspieldirektors" eingebettet, im Marionettentheater agieren Schauspieler und Sänger neben und vor allem mit den Puppen auf der Bühne, und aus den beiden kurzen Einaktern wird ein abendfüllendes Singspiel. Im Stück möchte der Schauspieldirektor Frank "Bastien und Bastienne" aufführen und hält zunächst ein Marionetten-Casting ab, an dessen Ende ein Bastien und gleich zwei Bastienne-Darstellerinnen gefunden werden. Die Sängerinnen versuchen, jeweils durch ihre Sangeskunst die andere auszustechen, doch der Schauspieldirektor und sein Assistent Buff drücken sich vor einer endgültigen Entscheidung und besetzen kurzerhand beide Damen. In einem Probedurchlauf soll die Qualität der Konkurrentinnen überprüft werden, indem jede einen Teil der Oper singt. Die Schäferin Bastienne ist in der ersten Szene untröstlich über die Untreue ihres Geliebten Bastien. Der Zauberer Colas erscheint und erteilt ihr den Rat, sich Bastien gegenüber gleichgültig zu verhalten und ihn eifersüchtig zu machen. Kurze Zeit später trifft Bastien auf den Zauberer und erzählt ihm von seiner Liebe zu Bastienne. Colas behauptet jedoch, dass sich diese bereits in jemand anderen verliebt hätte. Bastien gerät vor Eifersucht außer sich, Bastienne heuchelt jedoch Gleichgültigkeit. Die beiden beginnen zu streiten, schließlich droht Bastien mit Selbstmord und kann sie doch noch rühren. Die beiden umarmen sich innig und danken Colas für ihre Vereinigung. Nachdem der Vorhang geschlossen ist, wollen beide Sängerinnen die Premiere singen - der Streit gipfelt in Handgreiflichkeiten, doch wieder scheut sich der Schauspieldirektor vor einer Entscheidung und droht, die Rolle der Bastienne komplett neu zu besetzen. Dies vor Augen, versprechen die Damen hoch und heilig, sich in Zukunft zu vertragen (was aber sicherlich nur von kurzer Dauer ist) und erkennen: "Künstler müssen freilich streben, stets des Vorzugs wert zu sein. Doch sich selbst den Vorzug geben, über andre sich erheben, macht den größten Künstler klein!"

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