In der Fremde - Mieczyslaw Weinberg bei den Bregenzer Festspielen

Dokumentation mit Mieczyslaw Weinberg, Teodor Currentzis, Wiener Symphoniker, Elena Kelessidi, Artur Rucinski

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Beschreibung

In Fortsetzung ihrer Tradition, wenig bekannte oder vergessene Opernwerke des 20. Jahrhunderts zu entdecken, rückten die Bregenzer Festspiele 2010 den polnisch-russischen Komponisten Mieczysław Weinberg mit seinem Werk "The Passenger" in den Mittelpunkt - und erzielten mit dieser Wiederentdeckung einen beispiellosen Erfolg. Die Produktion wurde nicht nur von der ganzen Welt positiv bewertet, sondern war auch jeden Abend ausverkauft, so könnte man sagen, dass sie der wahre Hit des Festivals 2010 war. Die Protagonisten der Geschichte ist die ehemalige KZ-Gefangenenwache Lisa, die fünfzehn Jahre nach Kriegsende versehentlich eine ihrer ehemaligen Häftlinge, Martha, auf einem Schiff trifft. Lisa reist mit ihrem Mann, einem westdeutschen Diplomaten, der dort ein neues Amt antritt und keine Ahnung von der Vergangenheit seiner Frau hat, nach Südamerika. Gemeinsam auf dem gleichen Schiff sind Lisa und Martha gezwungen, sich gegenseitig zu begegnen - und ihrer schrecklichen Vergangenheit. Der in Warschau geborene Weinberg (1919-1996) floh in die Sowjetunion, als die Nazis Polen angriffen; er verlor seine ganze Familie in den Konzentrationslagern. Als Komponist wurde er von Dmitri Schostakowitsch, seinem Freund und Mentor, beeinflusst. Die 1967/68 entstandene Oper "Der Passagier" - nach dem Roman von Zofia Posmysz - konnte in der Sowjetunion zu Lebzeiten des Komponisten wegen ihres umstrittenen Themas nicht aufgeführt werden. So präsentierten die Bregenzer Festspiele die weltweit erste Bühnenproduktion von "The Passenger". Weinbergs facettenreiche Musik reicht von lyrischen Volksliedern über Jazzrhythmen, Walzer und Melodien, die an Filmmusik erinnern. Die Wiener Symphoniker unter Teodor Currentzis sowie Michelle Breedt als Lisa und Elena Kelessidi als Martha erwecken das Werk zu lebendigen und ergreifenden Leben. Der London Telegraph lobte das "überzeugende dramatische Crescendo und die atemberaubenden Momente der Wahrheit" des Werks, das von Festivaldirektor David Pountneys Regie und Johan Engels' zweistufigem Set mit dem Ozeandampfer oben und dem Konzentrationslager unten gut bedient wurde. Die Inszenierung ist eine Koproduktion des Teatr Wielki, Warschau, der English National Opera, London, und des Teatro Real, Madrid, und wird ebenfalls in Houston und Berlin gezeigt. "Grandios, packend.... eine triumphale Wiederentdeckung" (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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