Mariss Jansons dirigiert die Wiener Philharmoniker

Von den Salzburger Festspielen mit Mariss Jansons, Wiener Philharmoniker, Nina Stemme

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Beschreibung

Die Wiener Philharmoniker bilden mit vier Opernproduktionen und ihrem traditionellen Konzertzyklus das Zentrum der Salzburger Festspiele. Mariss Jansons dirigierte im zweiten Konzert ein Programm mit drei deutschen Werken des ausgehenden 19. Jahrhunderts: Richard Strauss, Don Juan Richard Wagner, Wesendonck-Lieder (Orchestriert von Felix Mottl) Johannes Brahms, Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68. Aus dem Großen Festspielhaus. Der lettische Dirigent Mariss Jansons, geboren 1943 in Riga, erhielt die erste musikalische Ausbildung bei seinem Vater, dem Dirigenten Arvid Jansons. Er studierte Musik in Leningrad, setzte seine Ausbildung bei Hans Swarowsky und Herbert von Karajan fort und wurde 1971 Preisträger beim Berliner Karajan-Wettbewerb. Als Assistent von Jewgenij Mrawinsky bei den Leningrader Philharmonikern sammelte er wertvolle Erfahrungen. Von 1979 bis 2000 leitete er als Chefdirigent das Philharmonische Orchester Oslo, 1992/93 wurde Mariss Jansons Erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra, 1997/98 Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra. Als Nachfolger Lorin Maazels übernahm er im September 2003 die Leitung des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks in München. Im Herbst 2004 wurde er außerdem Chefdirigent des Koninklijk Concertgebouworkest in Amsterdam; zum Ende der Saison 2014/15 gibt Jansons diesen Posten auf. Mariss Jansons erhielt den Ernst von Siemens Musikpreis 2013. Die Auszeichnung würdigt das Lebenswerk des Dirigenten. Der mit 250.000 Euro dotierte Preis wird auch als "Nobelpreis der Musik" bezeichnet. Deutschlands Bundespräsident Joachim Gauck hat Mariss Jansons am 4. Oktober 2013 das Große Verdienstkreuz mit Stern feierlich überreicht. Richard Strauss (1864-1949) war erst 24 Jahre alt, als er unter dem starken Eindruck von Richard Wagners Musik einen "großen Wurf" komponierte: Die symphonische Dichtung Don Juan op. 20 basiert auf einer romantischen Version der Geschichte nach dem Dichter Nikolaus Lenau. Hier gelang es Strauss, seinen eigenen Stil zu finden und seine einzigartige musikalische Sprache zu entwickeln. Ein umfangreich besetztes Orchester mit dreifachen Holzbläsern, Harfe und Glockenspiel wird wirkungsvoll eingesetzt. Der berühmte Hörnerklang charakterisiert treffend den Titelhelden. Strauss selbst dirigierte die überaus erfolgreiche Uraufführung am 11. November 1889 in Weimar. Richard Wagner (1813-1883) schrieb den Zyklus Wesendonck-Lieder in den Jahren 1857 und 1858. Die Texte verfaßte Mathilde Wesendonck, die Frau des mit Wagner befreundeten Großkaufmanns Otto Wesendonck, mit der Wagner, selbst in erster Ehe verheiratet, ein Verhältnis hatte. Die fünf Lieder entstanden, als Wagner an "Tristan und Isolde" arbeitete, und tatsächlich ist ihre Atmosphäre von diesem Meilenstein der Operngeschichte geprägt. Solistin ist die schwedische Sopranistin Nina Stemme, die im internationalen Musikleben zu den gefragtesten Sängerinnen ihres Fachs zählt. Die großen Partien von Richard Wagner bilden einen Schwerpunkt in Nina Stemmes Repertoire, die zahlreiche bedeutende Auszeichnungen erhielt; im April 2012 ernannte die Wiener Staatsoper sie zur Kammersängerin. Johannes Brahms (1833-1897) beschäftigte sich über 25 Jahre mit seiner Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68, weil er lange Zeit das symphonische Erbe Beethovens als übermächtig und blockierend empfand: "Ich werde nie eine Symphonie komponieren! Du hast keinen Begriff davon, wie es unsereinem zu Mute ist, wenn er immer so einen Riesen hinter sich marschieren hört", schrieb Brahms Anfang der 1870er Jahre an einen Freund. Seit 1850 hatte er an der Ersten Symphonie gearbeitet und beendete sie erst im Jahre 1876. Das Werk, dessen Schlußthema eine Ähnlichkeit zur "Ode an die Freude" aus Beethovens Neunter zeigt, zählt schon seit langem zum beliebten symphonischen Standardrepertoire.

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