Mendelssohn, Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 "Italienische"

Aus der Orchestra Hall, Chicago mit Georg Solti, Chicago Symphony Orchestra

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Beschreibung

Die Anregungen zu einer "italienischen" Symphonie erhielt der 21jährige Felix Mendelssohn Bartholdy im Jahr 1830 auf seiner ersten Italienreise, wo er insbesondere von Natur und Kunst tief beeindruckt war. Die strahlenden Holzbläser im Hintergrund des Eröffnungsthemas lassen tatsächlich den Eindruck der hellen italienischen Sonne entstehen. Über allem erhebt sich der jauchzende Klang der Violinen, wie ein Ruf nach Freiheit und Abenteuer. Bei der dunklen Melodie der Holzbläser im 2. Satz (Andante con moto) ließ sich der Komponist durch eine religiöse Prozession inspirieren, die er in Neapel miterlebte. Der anmutige Tanz aus dem dritten Satz folgt dem klassischen Muster. Das Presto des letzten Satzes ist eine alte italienische Tanzweise, ein Saltarello, und spiegelt die Ausgelassenheit des römischen Karnevals wider. Das gesamte Werk ist erfüllt von dem Vertrauen und der Aufregung eines jungen Mannes, der gerade dabei ist, die Schönheiten der Welt zu entdecken. Sir Georg Solti (1912-1997), der letzte große internationale Konzert- und Operndirigent" (The Times), war ein Zeitzeuge der mitteleuropäischen Musiktradition, ihrer Eleganz und ihres Geschmacks. Soltis bemerkenswerte Zusammenarbeit mit dem Chicago Symphony Orchestra begann 1954, als er das Orchester zum ersten Mal bei den Festspielen von Ravinia, dem Sommersitz des Chicago Symphony, dirigierte. Nachdem er in den folgenden Jahren erneut mehrmals am Pult gestanden hatte, wurde er 1969 zum Chefdirigenten ernannt und bekleidete diesen Posten 22 Jahre lang mit großem Erfolg. Der weltweite Ruhm des Orchesters ist eng mit dem Namen des Dirigenten verknüpft. Die Aufnahmen der Werke Mendelssohns mit dem Chicago Symphony Orchestra stammen aus den späten 70er Jahren und stellen eine reifere, lyrischer geprägte Phase der Partnerschaft von Solti und seinem Orchester dar.

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