Monteverdi, Il ritorno d'Ulisse

Aus dem Opernhaus Zürich mit Nikolaus Harnoncourt, Werner Hollweg, Trudeliese Schmidt, Francisco Araiza, Philippe Huttenlocher

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Beschreibung

Jean-Pierre Ponnelle (1932-1988) war einer der produktivsten, phantasievollsten und weltweit erfolgreichsten Regisseure und Ausstatter des modernen Musiktheaters. Nicht zuletzt Ponnelle ist es zu verdanken, daß die Opern Monteverdis, Rossinis und des jungen Mozart heute im Repertoire den Stellenwert haben, den sie verdienen. Mit beispielhaften Inszenierungen, auch Uraufführungen, von denen einige glücklicherweise verfilmt oder aufgezeichnet wurden, hat Jean-Pierre Ponnelle Maßstäbe gesetzt und das internationale Musiktheater auch über seinen Tod hinaus geprägt. Penelope verzweifelt an ihrem Schicksal und beschwört den fernen Ulisse (Odysseus), zurückzukehren. Als Ulisse nach einer Kette von Unglücksfällen schließlich nach Ithaka zurückkehrt, muß er sich vor unverschämten Gästen, königlichen Freiern der Penelope, die sich durch besondere Ausdauer und Zudringlichkeit auszeichnen, hüten. Ulisse verkleidet sich als Bettler und bittet um Gastfreundschaft bei Eumete. Inzwischen bringt die Göttin Minerva den Sohn Ulisses, Telemaco, nach Ithaka zurück, und die beiden feiern ein frohes Wiedersehen. Eumete kündigt Penelope die Ankunft Telemacos und die zu erwartende Rückkehr Ulisses an. Telemaco ist den Freiern im Wege, und sie beschließen, ihn zu töten. Die Freier bieten sich Penelope ein weiteres Mal an. Sie bestimmt, daß der sie erhalten soll, der den Bogen des Ulisse am leichtesten spanne. Ulisse, als Bettler verkleidet, erhält Gelegenheit zu einem Versuch und erschießt die Freier. Eumete eröffnet Penelope, daß der Greis, der die Freier tötete, Ulisse ist. Sie glaubt ihm nicht. Als Ulisse dann erscheint, glaubt ihm Penelope immer noch nicht, daß er ihr Gatte sei. Erst als er die Decke des Ehebettes beschreibt, erkennt sie ihn. Lange Zeit war der Name Claudio Monteverdi (1567-1643) lediglich ein Geheimtip unter Enthusiasten. Das Schattendasein des italienischen Komponisten als Repräsentant der Frühgeschichte der Oper änderte sich in den siebziger Jahren schlagartig, als am Opernhaus Zürich der Regisseur Jean-Pierre Ponnelle und der Dirigent Nikolaus Harnoncourt drei Bühnenwerke von Monteverdi inszenierten. Die Aufführungen widerlegten eindrucksvoll die These von der angeblichen Unattraktivität des Musikdramatikers Monteverdi und regten zu zahlreichen Neuinszenierungen an. Textgrundlage der Oper "Il ritorno d'Ulisse in patria" (Die Heimkehr des Odysseus) sind Passagen aus Homers "Odyssee". 240 Jahre galt Monteverdis Partitur als verschollen; erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie wiederentdeckt. Das Züricher Orchester spielt ausschließlich auf Originalinstrumenten aus dem 17. Jahrhundert oder auf speziell angefertigten Kopien historischer Instrumente. "Ponnelle und Harnoncourt bringen nicht den toten Monteverdi zur Aufführung, sondern den lebenden, den genialen Schrittmacher der Opern-Genies, unter denen er sich mit Sicherheit zu Hause wissen darf - so viel und so oft man ihn auch in Zukunft bearbeiten wird. Inzwischen meint man manchmal sogar, daß Monteverdi nichts anderes ist als das geniale Vorecho oder sogar die musikalische Steigerung des namens Verdi." (Die Welt) "Nikolaus Harnoncourt hat in Zürich eines der aufregendsten Opernereignisse seit langer Zeit geboten." (Die Zeit) "Zu Ponnelles opulentem Augenschmaus lieferte Harnoncourt die saftige Ohrenweide: nicht Zopf und Bart, sondern musikalischen Sturm und Drang. Seine Meistersinger... brillierten in ihren virtuosen Partien, als sei Monteverdi Verdi. Das Orchester handhabte das historisch-exotische Instrumentarium mit stilsicherer Selbstverständlichkeit. Längst sind die drei Monteverdi-Opern aus Zürich in andere europäische Metropolen exportiert worden; als 'Hit, der alle rasend machte' (Hamburger Abendblatt) zur 300-Jahr-Feier an die Hamburgische Staatsoper als 'großartiges Projekt' (The Guardian) zum Edinburgh-Festival. 'Das Publikum applaudierte auf offener Szene', meldete La Stampa vom Auftritt der Züricher in der Mailänder Scala, 'als wenn es in der Cavalleria rusticana säße.' 'Schöneres' jubelte der Wiener Kurier, 'ist auf den internationalen Opernbühnen derzeit nicht zu sehen und zu hören.'" (Der Spiegel, Nr. 26, 1979)

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