Mozart, Così fan tutte

Von den Salzburger Festspielen mit Ádám Fischer, Miah Persson, Isabel Leonard, Topi Lehtipuu, Florian Boesch

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Beschreibung

Bei den Salzburger Festspielen 2009 beendete der renommierte deutsche Regisseur Claus Guth seinen dreiteiligen Mozart/Da-Ponte-Zyklus (Le nozze di Figaro - Don Giovanni - Cosě fan tutte), den er im Mozart-Jahr 2006 begonnen hatte. In den Hauptpartien dieser von Publikum und Presse vielbeachteten Produktion: Bo Skovhus (Don Alfonso), Miah Persson (Fiordiligi), Isabel Leonard (Dorabella), Topi Lehtipuu (Ferrando), Florian Boesch (Guglielmo) und Patricia Petibon (Despina). "Auf der Bühne lauter gut aussehende, schlanke, spiellustige, ja -wütige Sänger und eine ansprechende Choreografie, im Graben das mutmaßlich beste Mozart-Orchester der Welt (die Wiener Philharmoniker), dazu ein Dirigent, Adam Fischer, der auswendig seines Amtes waltet und hingebungsvoll an der Szene hängt" (Tagesspiegel.de). Wien 1790: Mit "Cosě fan tutte ossia La scuola degli amanti" schreibt Mozart nach "Le nozze di Figaro" und "Don Giovann" eine weitere Buffo-Oper nach einem Text von Lorenzo da Ponte im Auftrag Kaiser Josephs II. Das Libretto entsteht eigentlich in Zusammenarbeit mit Antonio Salieri, der seine 1789 begonnene Komposition aber aus unbekannten Gründen nicht vollendet. "Cosě fan tutte" ist lange Zeit umstritten; schon kurz nach Mozarts Tod wird Kritik am "albernen und unmoralischen Inhalt" geübt, unter anderem von Ludwig van Beethoven, Hugo von Hofmannsthal und Richard Wagner. Erst im 20. Jahrhundert wird das Meisterwerk gewürdigt und akzeptiert, da die Musik alle Merkmale der besten Kompositionen Mozarts aufweist: farbige Instrumentation, ausgewogene Harmonik, reiche Melodik und eine raffinierte psychologische und dramaturgische Charakterisierung der Personen. Unnachahmlich gelingt es Mozart, die Doppelbödigkeit der Situationen und das Schweben zwischen Ernst und Ironie darzustellen. "Cosě fan tutte" enthält nicht nur einige der schönsten Arien, die Mozart jemals komponiert hat, sondern auch die meisten Ensembles all seiner Opern. Obwohl das Libretto in seiner Entstehungszeit als frivol galt, zeigt es deutlich Mozarts realistische und alles andere als verklärte Betrachtungsweise der Geschlechter.

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