Mozart, Così fan tutte

Von den Salzburger Festspielen mit Christoph Eschenbach, Malin Hartelius, Marie-Claude Chappuis, Luca Pisaroni, Martin Mitterrutzner

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Beschreibung

Wien 1790: Mit "Così fan tutte ossia La scuola degli amanti" schreibt Mozart nach "Le nozze di Figaro" und "Don Giovanni" eine weitere Buffo-Oper nach einem Text von Lorenzo da Ponte im Auftrag Kaiser Josephs II. Das Libretto entsteht eigentlich in Zusammenarbeit mit Antonio Salieri, der seine 1789 begonnene Komposition aber aus unbekannten Gründen nicht vollendet. "Così fan tutte" ist lange Zeit umstritten; schon kurz nach Mozarts Tod wird Kritik am "albernen und unmoralischen Inhalt" geübt, unter anderem von Ludwig van Beethoven, Hugo von Hofmannsthal und Richard Wagner. Erst im 20. Jahrhundert wird das Meisterwerk gewürdigt und akzeptiert, da die Musik alle Merkmale der besten Kompositionen Mozarts aufweist: farbige Instrumentation, ausgewogene Harmonik, reiche Melodik und eine raffinierte psychologische und dramaturgische Charakterisierung der Personen. Unnachahmlich gelingt es Mozart, die Doppelbödigkeit der Situationen und das Schweben zwischen Ernst und Ironie darzustellen. Zwei Freunde - Ferrando und Guglielmo - lassen sich mit dem zynischen Don Alfonso auf eine Wette ein, der ihnen die naturgegebene Untreue der Frauen, im speziellen Fall ihrer Verlobten Fiordiligi und Dorabella, beweisen soll. Sie verkleiden sich als Fremde und umwerben die jeweilige Braut des anderen mit diversen Tricks, unterstützt vom Hausmädchen Despina. Zunächst bleiben die Mädchen standhaft, und die Männer fordern schon einen Teil ihres Wettgewinns von Don Alfonso ein. Im Lauf der Zeit öffnen sich die Herzen der Schwestern allerdings doch für die Fremden, und sogar die Hochzeit wird vorbereitet - da tauchen plötzlich die "richtigen" Verlobten auf. Es kommt zu einer großen Eifersuchtsszene, als die Frauen ihre Untreue gestehen. Im Gegenzug decken die Männer ihre unfaire Wette auf, und die Paare sind ratlos nach diesem Beweis der menschlichen Verführbarkeit. Am Ende steht ein Loblied: Glücklich sei der Mensch, der alles nur von der besten Seite sieht, durch die Wechselfälle des Lebens hindurch Ruhe bewahrt und darüber lacht. Sven-Eric Bechtolf inszeniert diese erstaunlich aktuelle Oper über Liebe, Partnertausch, Sexualität und Macht in einem orientalisch wirkenden, palmenbewachsenen Salon - hier nimmt die Wette über die Treue der Frauen ihren Lauf.

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