Mozart, Die Entführung aus dem Serail

Von den Salzburger Festspielen mit Ivor Bolton, Laura Aikin, Valentina Farcas, Franz Hawlata, Dieter Kerschbaum

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Beschreibung

Palast des Bassa Selim. Konstanze, Braut des spanischen Edlen Belmonte, wurde mit ihrer Zofe Blonde und Belmontes Diener Pedrillo von Piraten an den Renegaten Bassa Selim verkauft. Auf der Suche nach der Geliebten gelangt Belmonte vor den Palast des Bassa, wo er dem mißtrauischen Aufseher Osmin begegnet. Nach dessen Verschwinden trifft er Pedrillo, und gemeinsam beraten sie die Flucht. Bassa Selim umwirbt Konstanze, die ihn jedoch aufgrund ihrer Liebe und Treue zu Belmonte abweist. Dieser wird von Pedrillo als Baumeister in den Palast eingeführt. Blonde erteilt dem zudringlichen Osmin eine Lektion, und Konstanze erklärt dem Bassa, sie sei eher bereit zu sterben, als Belmonte untreu zu werden. Pedrillo unterrichtet Blonde von den Fluchtplänen für dieselbe Nacht. Dann schaltet er Osmin aus, indem er ihn betrunken macht. Dennoch kann der Aufseher die Wachen rufen, und man schleppt die beiden Paare vor den Bassa. Obwohl er Belmonte als den Sohn eines Todfeindes erkennt, verzichtet der Bassa großmütig auf Rache und schenkt allen die Freiheit. "Das seit Urzeiten immer wieder neu erzählte Märchen vom Traum, Mann und Frau seien sich ewig treu, ist ein Gleichnis, das keinen Stillstand kennt. Wer glaubt, sich im Serail häuslich einzurichten, wird jeder Sicherheit beraubt, und jeder Blick läßt das Vertraute in neuem Licht erscheinen." Diese Gedanken haben den Regisseur Stefan Herheim zu seiner vieldiskutierten Deutung von Mozarts "Entführung aus dem Serail" inspiriert. Hier geht es nicht um türkische Paschas, spanische Edelmänner und jähzornige Haremswächter. Liebe und Treue, Ehe und Ehre stehen auf dem Prüfstand in einer Interpretation, die alle orientalischen Klischees über Bord wirft und zum Kern des Stoffes vorzudringen versucht. Eine der unkonventionellsten Produktionen der jüngeren Festspielgeschichte. Auf die Frage nach dem Verhältnis von Mann und Frau richtet sich der Fokus: Die Treue, ist sie nur leerer Wahn? Gemeinsamer Zweifel an der Möglichkeit der Gemeinsamkeit führt zwar gegen alle Vernunft am Ende des zweiten Aufzugs zur unverhofften Parole "Es lebe die Liebe!" Doch am Schluß stehen die Vorzeichen wieder auf Anfang. Das Serail als Haus der Liebe bleibt ein trügerisches.

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