Mozart, Die Zauberflöte

Von den Salzburger Festspielen mit Nikolaus Harnoncourt, Georg Zeppenfeld, Mandy Fredrich, Bernard Richter, Julia Kleiter

Das Klassikportal für Ihren Musikgenuss

Streamen Sie mit fidelio die schönsten Opern, Konzerte, Ballette und Dokumentationen in bester Bild- und Tonqualität – ob unterwegs auf Ihrem Tablet, Computer, Smartphone oder Zuhause auf Ihrem Fernsehgerät.

  • Exklusive Live-Übertragungen
  • Umfangreiches Klassikarchiv
  • Beste Bild- und Tonqualität
  • Streaming auf TV, Tablet, Web & Mobil
Jetzt kostenlos testen

Beschreibung

Mozarts bekannteste Oper und zugleich eines der beliebtesten und meistgespielten Werke weltweit eröffnete den Reigen an Neuinszenierungen der Salzburger Festspiele 2012. Nikolaus Harnoncourt, ein Pionier des Originalklangs, erarbeitete mit "seinem" Concentus Musicus Wien die Partitur auf historischen Instrumenten. "Es ist nicht nur für Salzburg, sondern auch für Nikolaus Harnoncourt das erste Mal, dass er mit der ganzen Erfahrung eines Lebens dieses Werk in dieser Klangwelt mit dem Concentus Musicus Wien zu Gehör bringen wird, und ich bin ihm für dieses Geschenk unendlich dankbar", freute sich Salzburgs Intendant Alexander Pereira. Gezeigt wird die Neuproduktion in der Felsenreitschule, womit "Die Zauberflöte" an den magischen, traditionellen Ort zurückkehrt, in dem sie lange beheimatet war. "In der Zauberflöte stehen sich zwei Welten gegenüber, die einander zugleich bedingen. Die eine: die Welt des Lichts und der Rationalität - die andere: die der Nacht, die Welt der Gefühle, der Phantasie, des Traums. Beide verkörpern Prinzipien, die in der menschlichen Evolutionsgeschichte in stetem Streit liegen, und noch ist nicht ausgemacht, ob es zu einem harmonischen Ausgleich kommen wird oder ob das eine Prinzip über das andere, selbst zum Preis des eigenen Untergangs, siegen wird. Von diesem Kampf erzählt die Oper und von zwei Paaren, die zwischen die Fronten dieser zwei Prinzipien geraten, sich bewähren müssen und ihren ganz eigenen Weg zu finden haben", erläutert Regisseur Jens-Daniel Herzog. Der österreichische Musiker Nikolaus Harnoncourt, geboren 1929, entstammt einem luxemburgisch-lothringischen Adelsgeschlecht. Er studierte Violoncello und war zunächst als Cellist bei den Wiener Symphonikern tätig. Doch die historische Aufführungspraxis interessierte ihn mehr als der Orchesterdienst: 1953 gründete er mit seiner Ehefrau Alice das Ensemble "Concentus Musicus Wien" und beschäftigte sich intensiv mit Alter Musik. Harnoncourt, ein Pionier des Originalklangs, zeigte dem verblüfften Publikum, wie aufregend die Werke der Renaissance und des Barock sich anhören können. Im Laufe der Jahre erweiterte er sein Repertoire und widmete sich am Pult "moderner" Orchester den klassischen Symphonien, aber auch dem Wiener Walzer sowie Bühnenwerken von Johann Strauß, Richard Wagner, Jacques Offenbach und George Gershwin. 2012 wurde er zum Offizier der französischen Ehrenlegion ernannt und mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society London ausgezeichnet. Am 5. Dezember 2015, einen Tag vor seinem 86. Geburtstag, gab Nikolaus Harnoncourt bekannt, daß er seine Karriere beende; am 5. März 2016 verstarb er. Wien 1791: In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts etabliert sich ein Singspieltyp, der als "Wiener Kasperl- und Zauberoper" bezeichnet wird. Typisch für diese Gattung ist eine Handlung, bei der die Liebe über mancherlei Gefahren siegt. Handelnde Figuren sind - neben Menschen, Geistern, Zauberern oder wilden Tieren - die guten und bösen Mächte. Diesem Trend schließt sich Wolfgang Amadeus Mozart mit der Komposition der "Zauberflöte" an, die er zwar selbst als "deutsche Oper in zwei Aufzügen" bezeichnet. Einerseits entspricht sie dem populären Singspiel-Charakter, andererseits unterscheidet sie sich durch das humanistisch-aufklärerische Gedankengut, das von Sarastro und seinem Priesterrat vertreten wird, von den üblichen Vertretern der Wiener Singspiele. Das Libretto mit seinen vielen Brüchen und Widersprüchlichkeiten (z. B. dem Wandel der Königin der Nacht von der "guten Fee", die Tamino und Papageno mit magischen Instrumenten ausstattet, zu einer Widersacherin des Guten und der Weisheit) stammt von Emanuel Schikaneder, dem ersten Darsteller des Papageno. Schikaneder ist Besitzer des Wiener Freihaustheaters, in dem die Uraufführung stattfindet. Sarastro, ein weiser Priester der Götter, hat Pamina in den Tempel gebracht, um sie vor dem Einfluß ihrer Mutter, der Königin der Nacht, zu schützen. Die Königin der Nacht veranlaßt mit Hilfe der Drei Damen den Prinzen Tamino, ihre Tochter zu suchen und zu befreien. Tamino findet sie, wird aber dabei ein Jünger Sarastros, dessen Weisheit er zu bewundern lernt. Tamino und Pamina verlieben sich und dürfen heiraten, nachdem sie - gemäß den Regeln des Freimaurertums - gemeinsam eine Reihe von Prüfungen bestanden haben. Die Königin tobt vor Wut und muß ihre Niederlage eingestehen. Zum Märchencharakter trägt die Figur des Vogelfängers Papageno bei, der nicht den ehrbaren Weg zur Weisheit, sondern nur ein "Mädchen oder Weibchen" für sich sucht - und mit Papagena zuletzt auch findet.

Empfehlungen

Jetzt kostenlos testen