Mozart, Don Giovanni

Von den Salzburger Festspielen mit Daniel Harding, Isabel Bayrakdarian, Diener, Melanie, Christine Schäfer, d'Arcangelo, Ildebrando

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Beschreibung

Vor dem Hause des Komturs wartet Leporello auf seinen Herrn Don Giovanni. Dieser geht gerade wieder einem amourösen Abenteuer nach. Da ertönt Geschrei. Don Giovanni und Donna Anna, die angebetete Schöne, laufen auf die Straße. Ihr zu Hilfe eilt Annas Vater, der Komtur. Zwischen ihm und Don Giovanni kommt es zu Duell. Don Giovanni tötet den Komtur und flieht. Dabei trifft er unversehens auf Donna Elvira, eine frühere Geliebte. Er versprach ihr einst die Treue und ließ sie dann, wie all die anderen, sitzen. Leporello versucht, Elvira zu besänftigen, und liest ihr zum Trost den schier endlosen Katalog von Don Giovannis Geliebten vor. Elvira schwört Rache. Don Giovanni hat sich auf sein Gut zurückgezogen. Dort werden die letzten Vorbereitungen für die Hochzeit von Zerlina und Masetto getroffen. Höchst angetan von der jungen Braut, versucht Don Giovanni, Zerlina zu verführen, was Donna Elvira im letzten Moment vereitelt. Inzwischen treffen Donna Anna und ihr Verlobter Don Ottavio ein, um Don Giovanni bei der Suche nach dem Mörder des Komturs um Hilfe zu bitten. Als dieser sich jedoch in einem Disput mit Elvira verrät, erkennt Anna ihn als den Täter. Don Giovanni amüsiert sich auf dem Fest und versucht erneut, Zerlina zu verführen. Auf ihre Hilferufe erscheinen maskiert Anna, Elvira und Ottavio, der Don Giovanni zum Kampf fordert. Doch dieser kann entkommen. Don Giovanni besänftigt Leporello, der von den ewigen Affären seines Herrn die Nase voll hat, mit einem Geldgeschenk. Schon längst ist er der nächsten Dame auf der Spur: Diesmal ist es Elviras Zofe. Don Giovanni überredet Leporello, mit ihm die Kleider zu tauschen. Dieser Trick rettet ihm das Leben, denn die Bauern sind ausgezogen, um Don Giovanni zu töten. So gelingt es ihm unerkannt, sie fortzuschicken. Mit Leporello verabredet er sich am Friedhof; dort wollen sie ihre Erlebnisse austauschen. Da beginnt die marmorne Statue des Komturs zu sprechen. Sie warnt Don Giovanni, der sich darüber jedoch nur lustig macht und die Statue zum Abendessen einlädt. Leporello schaudert, die Statue nimmt die Einladung an. Auf Don Giovannis Schloß wird ein festliches Mahl serviert. Elvira bittet ihn erneut, sein ausschweifendes Leben zu beenden, doch Don Giovanni spottet nur. Da klopft es an der Tür: Der Steinerne Gast tritt ein. Ein letztes Mal mahnt er Don Giovanni, doch dieser weigert sich trotzig. Da ergreift ihn die Statue, das Höllenfeuer verschlingt ihn. Mit seiner Oper "Don Giovanni" wollte Mozart 1787 an den riesigen Erfolg der "Hochzeit des Figaro" anzuknüpfen; im Oktober fand in Prag die umjubelte Uraufführung statt. Doch beim konservativen Wiener Publikum scheiterte das Werk: "Don Giovanni" wurde dort zu Mozarts Lebzeiten nur fünfzehn Mal aufgeführt. Grund des Mißerfolgs waren die zahlreichen Neuerungen, mit denen Mozart sich von der Opernkonvention der Zeit entfernte: Die Titelpartie ist mit einer Baß- und nicht, wie bisher üblich, mit einer Tenorstimme besetzt. Anstelle der gewohnten vier Akte gibt es nur noch zwei von ungewöhnlicher Länge. Die Arien werden zu Ausgangs- und Knotenpunkten der Handlung und sind damit nicht mehr bloße Reflektion der vorangegangenen Rezitative. Doch das eigentlich Neue an "Don Giovanni" ist die Mehrdeutigkeit, die es unmöglich macht, die Oper in eine Gattung einzuordnen: Tragik und Komik, Leid und Witz ziehen sich durchs ganze Werk - die Grenzen zwischen ernst und heiter verwischen ebenso wie die Grenzen zwischen den gesellschaftlichen Ständen; mit der Höllenfahrt des Don Giovanni, des Repräsentanten des Adels, lassen Mozart und sein Librettist Da Ponte schließlich auch das Zeitalter des Ancien Régime zur Hölle fahren.

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