Mozart, Il re pastore

Von den Salzburger Festspielen mit Thomas Hengelbrock, Annette Dasch, Kresimir Spicer, Marlis Petersen, Arpiné Rahdjian

Das Klassikportal für Ihren Musikgenuss

Streamen Sie mit fidelio die schönsten Opern, Konzerte, Ballette und Dokumentationen in bester Bild- und Tonqualität – ob unterwegs auf Ihrem Tablet, Computer, Smartphone oder Zuhause auf Ihrem Fernsehgerät.

  • Exklusive Live-Übertragungen
  • Umfangreiches Klassikarchiv
  • Beste Bild- und Tonqualität
  • Streaming auf TV, Tablet, Web & Mobil
Jetzt kostenlos testen

Beschreibung

Salzburg 1775: An Selbstbewußtsein mangelt es dem 19jährigen Mozart sicherlich nicht, als er im März vom Salzburger Fürsterzbischof Colloredo den Auftrag erhält, für den Besuch des Erzherzogs Maximilian Franz eine Oper zu komponieren. Er vertont nämlich ein Libretto des kaiserlichen Hofpoeten Pietro Metastasio, das vor ihm schon die berühmtesten Komponisten seiner Epoche wie Gluck, Hasse oder Galuppi in Musik gesetzt haben: "Il re pastore" (Der König als Hirte), Dramma per musica in zwei Akten. Mozarts in nur einem Monat komponierte Serenata weist in Melodik und instrumentaler Durchführung bereits deutlich auf die späteren Meisterwerke hin. Die Nachwelt freilich geht stiefmütterlich mit der Pastorale um, die zu den unbekanntesten Musikdramen Mozarts zählt. Hier fehlen große, dramatische Szenen und extreme Effekte, stattdessen herrscht ein intimer Ton, den Thomas Hengelbrock, der Dirigent und Regisseur der Salzburger Inszenierung, so beschreibt: "Il re pastore offenbart die ganze lyrische Genialität Mozarts. Es gibt dort Momente, in denen die dramatische Handlung innehält und sich wunderbare Inseln der Ruhe auftun. Mozarts Musik zeigt einen Standard an Komplexität, der damals von kaum einem anderen Komponisten erreicht worden ist." Die Handlung kreist um den Königssohn Aminta, der unerkannt als Schäfer in den phönizischen Bergen lebt und sich auf die Heirat mit seiner Geliebten Elisa freut. Alessandro, der soeben die Stadt Sidon erobert hat, möchte den rechtmäßigen Thronerben finden und bekommt von seinem Berater Agenore den Tip, daß es sich dabei um Aminta handelt, der von seiner Herkunft aber nichts ahnt. Daraufhin möchte Alessandro diesen krönen und zugleich mit Tamiri, der Tochter des gestürzten Herrschers vermählen, die aber - unglücklicherweise - Agenores Geliebte ist. Agenore und Tamiri wollen sich der Pflicht beugen und ihre Liebe verleugnen, doch Aminta widersetzt sich und entsagt lieber der Krone, als auf Elisa zu verzichten. Der gerührte Alessandro stimmt daraufhin der Heirat Amintas mit Elisa ebenso wie der Agenores mit Tamiri zu, die in Zukunft gemeinsam über Sidon herrschen sollen. Für Thomas Hengelbrock, der das Werk dirigiert und szenisch arrangiert, erfüllt sich mit der Aufführung ein langgehegter Wunsch. "Unsere szenische Fassung wird sich an den Gegebenheiten der Uraufführung orientieren, die in der Salzburger Residenz stattfand und nicht in einem Theater: Es geht mir um eine genaue Personenführung, die aus dem Geiste der Musik entspringt." Thomas Hengelbrock entledigt "Il re pastore" zugunsten der Verständlichkeit des pompösen Prunks und verlegt das Geschehen in einen Zwischenraum zwischen Probenexperiment und historischen Andeutungen. Changierend zwischen einer Innen- und Außenperspektive der Bühne, mit klaren Kostümen und minimalen Requisiten gelingt ihm eine rasante Auffrischung des Originals, die den moralisierenden Plot mühelos in die heutige Zeit überträgt.

Empfehlungen

Jetzt kostenlos testen