Mozart, Il sogno di Scipione

Von den Salzburger Festspielen mit Robin Ticciati, Blagoj Nacoski, Louise Fribo, Bernarda Bobro, Iain Paton

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Beschreibung

Salzburg 1771: Zum 50jährigen Priesterjubiläum des Salzburger Erzbischofs schreibt der 15jährige Mozart in knapp vier Monaten die Azione teatrale "Il sogno di Scipione" (Scipios Traum). Weil der Erzbischof jedoch vor den Feierlichkeiten verstorben ist, arbeitet Mozart den Einakter für die Inthronisation des Nachfolgers um. Er bedient sich dabei eines älteren Textes von Pietro Metastasio aus dem Jahr 1735, der einer Traumerzählung aus Ciceros "De re publica" nachempfunden ist. Der Librettist verbindet den antiken Mythos dieser Geschichte mit einer Ermahnung an die Regierenden, ihre beruflichen Pflichten vor die persönlichen Neigungen zu stellen - damals wie heute von großer Bedeutung für die Politik. Mozarts Stoffwahl könnte autobiographisch bedingt sein, schließlich verfolgte auch sein Vater das Ziel, den Sohn mit strenger Hand anzuleiten und ihn auf den ausgewählten Lebensweg zu führen, ohne Rücksicht auf die privaten Wünsche des Jugendlichen zu nehmen. Er kannte also die Entscheidung zugunsten der Pflicht; dies stellt eine Verbindung zu seinem Protagonisten her. Im Traum erscheinen dem antiken Helden Scipio, dem Bezwinger Karthagos 146 v. Chr., die Göttinnen Fortuna (Glück) und Costanza (Beständigkeit). Sie stellen ihn vor die Wahl, sich für eine der beiden als lebenslange Begleiterin zu entscheiden. Um ihn für sich einzunehmen, schildert jede die Möglichkeiten, die sich dem bieten, der ihr folge: Dem Träumenden zeigen die Göttinnen das Bild des ewigen Himmels. Dort erscheinen ihm sein Vater Aemilius und sein Urahn Publius, die ihm die Verantwortung des Menschen vor Augen führen und ihn drängen, die irdischen Aufgaben und die Tugend nicht zu vernachlässigen. Sie ermahnen ihn, ihrem beruflichen Vorbild nachzueifern, und damit zur Beständigkeit. Unter dem Eindruck dieser Begegnung mit der Vergangenheit und den Drohungen des Glücks, auch für alles Unglück verantwortlich zu sein, entschließt sich Scipio, der Beständigkeit zu folgen. Vor dem Wutausbruch der launischen Fortuna, deren zornige Zeichen den Helden bedrängen, erwacht Scipio. Der Huldigungssopran spricht die Moral am Ende aus: Eigentlich war gar nicht Scipio gemeint, sondern der Fürst, zu dessen Ehre Mozart das Stück komponiert hat, und dessen großer Verdienst wird hier besungen.

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