Mozart, Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur KV 488

Aus dem Wiener Musikverein mit Karl Böhm, Wiener Philharmoniker, Maurizio Pollini

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Beschreibung

Maurizio Pollini, 1942 in Mailand geboren, gewann 1960 den 1. Preis beim Frédéric-Chopin-Klavierwettbewerb in Warschau. Danach wies er alle Konzertangebote zurück, um weiterzustudieren, und trat ein Jahr lang nicht auf. Nach dieser Zeit der Vervollkommnung begann seine großartige Karriere, und seitdem ist Maurizio Pollini ständiger Gast in den Musikzentren der Welt. Seine Konzerte sind stets lange im voraus ausverkauft; er gilt als einer der hervorragendsten Pianisten unserer Zeit. Als "ernster Mensch, der die Bequemlichkeit scheut" (Pollini über sich selbst) arbeitet er wie besessen an seiner faszinierenden Perfektion. Pollinis weites Repertoire umfaßt Werke von Bach bis zu zeitgenössischen Komponisten. Schwerpunkte sind Chopin, Beethoven, Schubert und das 20. Jahrhundert. Er hat zahlreiche Schallplattenaufnahmen gemacht und wurde mit vielen bedeutenden Preisen ausgezeichnet. Doch Pollini ist nicht nur ein Superstar des Klaviers, sondern auch ein gesellschaftlich engagierter Künstler, der sich oft zu aktuellen politischen Themen geäußert hat. Pollini konfrontiert sein Publikum gerne mit Musik unserer Zeit - Boulez, Nono, Stockhausen und andere vornehmlich italienische Komponisten. Er begreift die abendländische Musik als eine geschichtliche Einheit, die sich kontinuierlich weiterentwickelt hat: "Von den alten Meistern zu Luigi Nono ist es gar nicht so weit". Als Maurizio Pollini 1996 den renommierten Siemens-Musikpreis erhielt, hieß es in der Begründung treffend, in seinem Spiel verbänden sich "souveräne technische Meisterschaft, erlesener Geschmack, selbstverständliches, waches Formgefühl und eine tiefe Verantwortung gegenüber dem Notentext". Karl Böhms (1894-1981) Mozart-Interpretationen reflektieren auf perfekte Weise die natürliche und klare Art seines Dirigierens. Obwohl Wagners Werke zu Böhms ersten großen Lieben gehörten, entdeckte der junge Dirigent dank Bruno Walter, der ihn Anfang der 20er Jahre mit der Leitung von Mozarts "Entführung aus dem Serail" in München betraut hatte, schon sehr bald die Opern des Genies aus Salzburg. Durch die Freundschaft mit dem profunden Mozartkenner Richard Strauss vertiefte Böhm sein Wissen über Mozart und seine Liebe zu diesem Komponisten. In Böhms Autobiographie heißt es, Richard Strauss habe ihm die letzten Geheimnisse dieses für ihn größten musikalischen Genies enthüllt. Diese Erkenntnisse ließen Böhms Mozart-Interpretationen - wie auch die vorliegende mit dem gefeierten Pianisten Maurizio Pollini - zu unvergessenen Erlebnissen werden. Diese Aufnahme entstand im April 1976 im Wiener Musikvereinssaal.

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