Mozart, La clemenza di Tito

Opernfilm mit James Levine, Eric Tappy, Tatiana Troyanos, Carol Neblett, Kurt Rydl

Das Klassikportal für Ihren Musikgenuss

Streamen Sie mit fidelio die schönsten Opern, Konzerte, Ballette und Dokumentationen in bester Bild- und Tonqualität – ob unterwegs auf Ihrem Tablet, Computer, Smartphone oder Zuhause auf Ihrem Fernsehgerät.

  • Exklusive Live-Übertragungen
  • Umfangreiches Klassikarchiv
  • Beste Bild- und Tonqualität
  • Streaming auf TV, Tablet, Web & Mobil
Jetzt kostenlos testen

Beschreibung

Jean-Pierre Ponnelle (1932-1988) hat wesentlichen Anteil daran, daß Mozarts letzte Oper "La clemenza di Tito", für die Krönung Leopolds II. 1791 in Prag geschrieben, in ihrer wahren Bedeutung erkannt und nun auch viel gespielt wird: Ponnelle hat aus seiner für die Salzburger Festspiele inszenierten Produktion diese Fernsehversion geschaffen. Er gebraucht die herrlichen Gärten und Ruinenprospekte der Villa Adriana in Tivoli, der Caracalla-Thermen und des römischen Forum Romanum nicht nur wegen der Authentizität der Orte, sondern auch wegen des idealen Szenarios dieser Räume. Und daß Mozarts Menschendarstellung voll zur Geltung kommt, ist Verdienst des Dirigenten James Levine und der hervorragenden Sängerschauspieler: allen voran die großartige Tatiana Troyanos in der Rolle des Sextus und Eric Tappy als stilsicherer, souveräner Titus. Die Handlung: Vitellia, Tochter des gestürzten Kaisers Vitellius, plant ein Attentat auf den jetzigen Kaiser Titus, den sie insgeheim liebt. Er will jedoch nicht sie, sondern Servilia, die Schwester seines engsten Freundes Sextus, zur Frau nehmen. Vitellia versucht, Sextus dazu zu bewegen, Titus zu ermorden, indem sie ihm ihre Hand verspricht. Sextus zögert, aber da er Vitellia nicht verlieren möchte, willigt er ein. Inzwischen bekennt Servilia dem Kaiser, daß sie nicht ihn, sondern Annius liebt. Gerührt segnet Titus die Liebenden und beschließt, Vitellia zur Frau zu nehmen. Als Vitellia dies erfährt, will sie Sextus zurückhalten, jedoch zu spät... Sextus sticht aber nicht den Kaiser nieder, sondern einen anderen, und wird vom Senat zum Tode verurteilt. Titus verhört den Freund persönlich. Der aber schweigt, um Vitellia zu schützen. Kurz vor der vermeintlichen Urteilsvollstreckung - der Kaiser hat inzwischen den Urteilsspruch zerrissen - bekennt sich Vitellia schuldig. Titus begnadigt sie alle. Das Volk jubelt dem gütigen Herrscher zu. Prag 1791: Nachdem Antonio Salieri aus Terminnot das Angebot des Prager Impresarios Domenico Guardasoni ausgeschlagen hat, eine Oper zur Krönung von Leopold II. zum König von Böhmen zu schreiben, ergeht der Auftrag an seinen Kollegen Wolfgang Amadeus Mozart. Unter großem Zeitdruck schrieb dieser die Opera seria "La clemenza di Tito" (Die Milde des Titus). Noch im Reisewagen auf der Fahrt von Wien nach Prag arbeitet er man der Oper. Als literarische Vorlage dient Pietro Metastasios Libretto aus dem Jahr 1734, das bereits mehr als 40 Mal vertont worden ist. Vom kurfürstlich-sächsischen Hofpoeten Caterino Mazzolŕ in Mozarts Sinne überarbeitet, bietet es sich auch jetzt für die Prager Krönungsfeier an. Der Inhalt ist programmatisch: Inmitten bösartiger Intrigen und Verrat beharrt der römische Kaiser Tito Vespasiano auf der Herrschertugend Großmut. Das Bild des edlen, zur Vergebung bereiten Kaisers solle dem künftigen böhmischen König als Leitbild vor Augen gehalten werden. Zwei Jahre nach Abschaffung der Adelsprivilegien und nach der Erklärung der Menschenrechte durch die Französische Revolution komponiert Mozart unter dem Deckmantel einer Huldigungsoper somit ein Endspiel der Aufklärung.

Empfehlungen

Jetzt kostenlos testen