Mozart, La clemenza di Tito

Von den Salzburger Festspielen mit Nikolaus Harnoncourt, Michael Schade, Dorothea Röschmann, Barbara Bonney, Vesselina Kasarova

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Beschreibung

Prag 1791: Nachdem Antonio Salieri aus Terminnot das Angebot des Prager Impresarios Domenico Guardasoni ausgeschlagen hat, eine Oper zur Krönung von Leopold II. zum König von Böhmen zu schreiben, ergeht der Auftrag an seinen Kollegen Wolfgang Amadeus Mozart. Unter großem Zeitdruck schreibt dieser die Opera seria "La clemenza di Tito" (Die Milde des Titus): Noch auf der Fahrt von Wien nach Prag ist er mit der Arbeit an der Oper beschäftigt. Literarische Vorlage ist Pietro Metastasios Libretto aus dem Jahr 1734, das bereits mehr als 40 Mal vertont worden ist. Der Inhalt ist programmatisch: Inmitten bösartiger Intrigen und Verrat beharrt der römische Kaiser Tito Vespasiano auf der Herrschertugend Großmut. Das Bild des edlen, zur Vergebung bereiten Kaisers soll dem künftigen böhmischen König als Leitbild vor Augen gehalten werden. Zwei Jahre nach Abschaffung der Adelsprivilegien und nach der Erklärung der Menschenrechte durch die Französische Revolution komponiert Mozart unter dem Deckmantel einer Huldigungsoper somit ein Endspiel der Aufklärung. "So radikal, so konsequent wie Kusej hat noch niemand den Helden in Mozarts letzter Seria zu einem Tugendterroristen erklärt. Verständnis, Vergebung, Gnade - sie sind bloß Mittel, die ein unberechenbarer Autist zur Sicherung seiner Macht einsetzt" (Opernwelt). Vitellia, die Tochter des ehemaligen Kaisers Vitellius, hasst Tito, weil er sie nicht zur Gattin erwählt hat. Sie kann ihren Geliebten Sesto überreden, an einer Verschwörung gegen seinen Freund teilzunehmen. Kurz darauf bittet Tito Sesto um die Hand seiner Schwester Servilia, die aber Annio liebt. Hochherzig gibt Tito Servilia ihrem Geliebten zurück, während Sesto sich zweifelnd mit den Verschwörern trifft. Da bekommt Vitellia die Nachricht, dass der Kaiser sich doch entschlossen habe, sie zu heiraten. Verzweifelt versucht sie, die Verschwörung aufzuhalten, doch es ist zu spät: Das Kapitol steht in Flammen. Allerdings zögert Sesto noch, den Mord auszuführen, wird verhaftet und zum Tode verurteilt. Tito kann nicht glauben, dass sein Freund ihn verraten hat. Tief erschüttert lässt er Sesto vorführen. Dieser bekennt dem Kaiser seine alleinige Schuld und Reue, ohne aber den wahren Grund zu nennen, weil er Vitellia schonen will. Vitellia entschließt sich, Tito zu gestehen, dass sie selbst die Tat geplant hat. Als die Verurteilten schon zum Richtplatz geführt werden sollen, fällt sie dem Kaiser zu Füßen und bekennt ihre Schuld. Tito ist bewegt und begnadigt die Verschwörer. Das Volk jubelt dem gütigen Herrscher zu.

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