Mozart, Le nozze di Figaro

Opernfilm mit Karl Böhm, Hermann Prey, Mirella Freni, Kiri Te Kanawa, Dietrich Fischer-Dieskau

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Beschreibung

Sevilla, Mitte des 18. Jahrhunderts. Wie Rossinis "Barbier von Sevilla" basiert auch Mozarts Oper auf Beaumarchais' Komödie "Der tolle Tag". Auf dem Schloß des Grafen Almaviva soll die Hochzeit seines Dieners Figaro mit der Zofe Susanna gefeiert werden. Der Graf hat auf das ihm zustehende "jus primae noctis" verzichtet, was ihm aber angesichts der bildhübschen Braut leid tut. Deshalb zögert er die Eheschließung immer wieder hinaus und stellt Susanna nach. Die Gräfin ist unglücklich, Figaro eifersüchtig. Andere Hauptpersonen sind der Page Cherubino, der für alle Mädchen schwärmt und die Gräfin anbetet; der intrigante Musikmeister Basilio und die ältliche Marcellina, der Figaro gegen ein Darlehen die Ehe versprochen haben soll und die sich schließlich als seine Mutter herausstellt. Am Ende des turbulenten Geschehens, nach einer Reihe von Intrigen, Verwicklungen und komischen Situationen, haben sich Graf und Gräfin wieder versöhnt - und Figaro und Susanne können endlich ihr junges Glück genießen. Nur wenige Dirigenten haben es verstanden, die Opern Mozarts mit einem so meisterhaften Melodienfluß, rhythmischen Schwung und Gespür für Dramatik wiederzugeben wie Karl Böhm. Diese Produktion, die 1976 in London entstand, vereint großartige Interpreten, die mit höchster Sangeskunst und dramatischer Ausdruckskraft brillieren: Hermann Prey, der Figaro schlechthin, bestechend in seinem optimistischen Selbstvertrauen; Mirella Freni als Susanna, die ideale Verkörperung unschuldiger Schönheit; Kiri Te Kanawa als Gräfin, das berührende Portrait einer gekränkten Frau; Dietrich Fischer-Dieskau in der Partie des Grafen, ein hinterlistig kokettierender Despot, und Maria Ewing als Cherubino, die leidenschaftliche Verkörperung jugendlicher Naivität. Die wunderbar geschmeidige Art, wie Böhm Mozart dirigiert, läßt erkennen, welche besondere Beziehung den Dirigenten sein Leben lang mit diesem Komponisten verband. Jean-Pierre Ponnelle (1932-1988) war einer der produktivsten, phantasievollsten und weltweit erfolgreichsten Regisseure und Ausstatter des modernen Musiktheaters. Nicht zuletzt Ponnelle ist es zu verdanken, daß die Opern Monteverdis, Rossinis und des jungen Mozart heute im Repertoire den Stellenwert haben, den sie verdienen. Mit beispielhaften Inszenierungen, auch Uraufführungen, von denen einige glücklicherweise verfilmt oder aufgezeichnet wurden, hat Jean-Pierre Ponnelle Maßstäbe gesetzt und das internationale Musiktheater auch über seinen Tod hinaus geprägt. Seine Regiearbeit übersetzt die feine Eleganz, die Schönheit und Wärme der Böhmschen Mozart-Interpretation auf perfekte Weise in Szenen und Charakterstudien voller herrlichem Naturalismus. "Jean-Pierre Ponnelles szenische Sorgfalt ging noch sehr viel weiter: Sie schloss ein Bühnenbild ein, das sich jeglicher Manieriertheit entschlug, für alle Räume sinnvolle Lösungen, für den nächtlichen Garten des vierten Aktes aber ein Ideal an Stimmungshaftigkeit, an atmosphärischer Richtigkeit fand. Fast überflüssig zu sagen, daß Karl Böhm und die Wiener Philharmoniker ausserordentlich differenziert, leicht, schwebend und doch prägnant, vollkommen präsent musizierten. Und wie das Instrumentale, so verband sich auch das Vokale, repräsentiert durch ein sehr ausgewogen und geschickt zusammengestelltes Solistenensemble, mit der Regiearbeit Ponnelles in vollendeter, idealer Weise: Des weisen, erfahrenen und doch so erstaunlich jugendfrisch gebliebenen Dirigenten Mozart-Auffassung, in der sich Gefühl und Intellekt vollkommen ausbalancieren, schien sich in der Arbeit des Regisseurs widerzuspiegeln: beides, Musik und Szene, deckte sich. Es war, als erlebte man das Werk neu: als hörte man neue Töne, neue Klänge, neue Worte, als erkennte man neue Zusammenhänge, neue psychologische Wahrheiten." (Neue Zürcher Zeitung, 9./10. Januar 1977)

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