Mozart, Symphonie Nr. 36 C-Dur KV 425 "Linzer"

Aus dem Wiener Musikverein mit Carlos Kleiber, Wiener Philharmoniker

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Beschreibung

"Exzentrisch, kapriziös, schwierig..." gehörten noch zu den schmeichelhafteren Attributen für Carlos Kleiber, aber auch "verehrt wie kein anderer Dirigent seit Toscanini" (The New York Times). Der 1930 in Berlin geborene und in Argentinien aufgewachsene Zauberer mit dem Taktstock debütierte 1954 in Potsdam. Über viele Jahre nicht mehr fest an ein Haus oder Orchester gebunden, machte sich Kleiber sehr rar, wobei seine wenigen und seltenen Auftritte nur an führenden Häusern und mit erstklassigen Orchestern stattfanden. Wegen Kleibers legendärer Abneigung gegen Schallplatteneinspielungen wurde jede seiner Aufnahmen ein Ereignis, ein Klassiker. Er konnte es sich erlauben, Repertoire und Interpreten nach eigenen Vorstellungen auszuwählen. Wie der Restaurateur bei einem Gemälde, so befreite Kleiber ein Musikstück vom Staub und den Verkrustungen der Jahrhunderte, um das darunter verborgene lebendige Meisterwerk in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Carlos Kleiber starb im Juli 2004 nach langer schwerer Krankheit. Knapp ein Jahr nach seiner Eheschließung mit Constanze Weber kam Mozart zu längerem Aufenthalt nach Salzburg, um Vater und Schwester mit seiner jungen Gattin bekannt zu machen. Auf der Heimreise, Ende Oktober 1783, wurde in Linz Station gehalten: "Dienstag, den 4. November werde ich hier im Theater Akademie geben", teilt Mozart dem Vater mit: "und, weil ich keine einzige Symphonie bei mir habe, so schreibe ich Hals über Kopf an einer neuen, welche bis dahin fertig sein muß." Auf festlichen Glanz gestimmt, zeigt das Linzer Werk seinen Schöpfer auf der entscheidenden Stufe vor dem letzten Höhenflug: der "Prager" Symphonie und der großartigen Trias der Es-Dur-, g-Moll- und C-Dur-Symphonien. Die "Linzer" ist Mozarts erste Symphonie, der eine langsame Einleitung nach Haydnschem Vorbild vorangestellt wird. "Kleiber als fulminanter Hurrikan im Musikverein - Carlos Kleiber dirigierte im Großen Musikvereinssaal die Wiener Philharmoniker, auf dem Programm standen Mozarts 'Linzer' Symphonie KV 425 und Brahms' Zweite Symphonie: Und damit wäre eigentliche alles gesagt: denn weiteres über ein Konzert zu notieren, über das sich allenfalls superlativisch stammeln ließe, mutet wie kritische Hybris an ... erst die Dialektik von symphonischem Fluß und Liebe zum Detail macht Kleiber zum vielleicht bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit." (Der Standard, Wien, 7.10.91) "Eine Sternstunde zu Beginn der Wiener Konzertsaison: Carlos Kleiber, der Kapriziöseste der Taktstockelite, am Pult der Wiener Philharmoniker! Ein Fest, für das das Publikum mit stehenden Ovationen, donnerndem Jubel und Bravogeschrei dankte. ... Bei Mozart staunt man über die wunderbare Harmonie perfekt ausgewogener Tempi und Proportionen, die von prallem Leben zu bersten scheinen... " (Kronenzeitung, Wien, 7.10.91) "Mozarts strahlend muntere C-Dur-Symphonie KV 425 war in großer Besetzung, in teilweise sehr ruhigen Tempi, ganz nach dem uralten, zuletzt von Karajan vertretenen Prinzip der voll ausgespielten Noten musiziert. Und niemand hätte an der Interpretation was Außergewöhnliches gefunden, wäre nicht heutzutage eine derartig normale Darstellung einfach außergewöhnlich." (Kurier, Wien, 7.10.91)

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