Mozart, Symphonie Nr. 40 g-Moll KV 550

Aus dem Wiener Musikverein mit Karl Böhm, Wiener Philharmoniker

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Beschreibung

Die Symphonie g-Moll ist zweifellos das populärste Werk, das Mozart auf diesem Gebiet geschaffen hat. Dem Publikum des 19. Jahrhunderts war das Stück wegen seiner geradezu erbarmungslosen Leidenschaft und romantischen Spannung lieb und teuer, und just diese Eigenschaften faszinieren uns auch heute noch. Schon in den ersten Takten wird die Szene entworfen: Über einer nervös pulsierenden Begleitung der Bratschen setzt das gleichermaßen erregte Hauptthema ein. Eigentlich wäre daran nichts Aufsehenerregendes, und doch sind das - für eine Symphonie des 18. Jahrhunderts ungewöhnliche - piano des Anfangs und der hartnäckige Rhythmus an dieser Stelle außerordentlich mitreißend. Die Meisterschaft, mit der Mozart das Hauptthema anschließend kontrapunktisch verarbeitet, ist atemberaubend - namentlich in der Durchführung, die die entferntesten Tonarten ansteuert. Nach dem tief bewegenden Andante und dem kompromißlosen Menuett bietet das feurige Allegro assai mit seinen extravaganten Durchführungs-Modulationen das adäquate Gegenstück zum ersten Satz. Der österreichische Dirigent Karl Böhm (1894-1981) war weltberühmt durch seine Mozart-Interpretationen. Obwohl er sich anfangs sehr zu Wagner hingezogen fühlte, wurde Böhm durch seine Freundschaft mit Richard Strauss zu einem profunden Kenner und Bewunderer von Mozarts Musik. In seiner Autobiographie schrieb Böhm, Strauss habe ihm die letzten Geheimnisse dieses seiner Meinung nach größten musikalischen Genies enthüllt. In diesem Konzert aus dem Musikvereinssaal dirigiert Böhm die Wiener Philharmoniker, mit denen er durch langjährige Zusammenarbeit verbunden war.

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