Mozart, Violinkonzert Nr. 4 D-Dur KV 218

Aus dem Wiener Konzerthaus mit Nikolaus Harnoncourt, Wiener Philharmoniker, Gidon Kremer

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Beschreibung

Nach Jahrzehnten der Auseinandersetzung mit der Musik des Barock hat sich Nikolaus Harnoncourt in den 80er Jahren den Orchesterwerken Mozarts zugewandt. Dabei stellt sich Harnoncourt mit seiner Behauptung, Mozart sei der "romantischste Komponist überhaupt" gegen jenes Mozart-Bild, das weitgehend unser Musikverständnis prägt. Mozarts Musik sei "dramatisch, dynamisch, häufig direkt und in höchstem Maße emotional" (Harnoncourt). Gidon Kremer erweist sich für Harnoncourt als gleichgesinnter Partner: Der in Riga geborene Violinvirtuose gibt sich auch nicht mit traditionellen Deutungen zufrieden. Mit dem 1. Preis beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau erreichte der 23jährige 1970 den ersten Höhepunkt seiner Karriere. Bereits seit Jahrzehnten zählt er zu den gefragtesten Geigern der Welt. Eine kleine Sensation war die Mitwirkung der Wiener Philharmoniker bei dieser im Dezember 1984 entstandenen Aufnahme: Das Orchester, berühmt für sein natürliches wie selbstverständlich anmutiges Mozart-Spiel, sträubte sich anfänglich gegen Harnoncourts unkonventionelle Auffassung. Doch wurde die ungewohnte Musizierweise schnell akzeptiert, und die Philharmoniker konzertierten oft mit Harnoncourt. Diese Aufnahme entstand im Wiener Konzerthaus.

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