Ouverture spirituelle - Nikolaus Harnoncourt dirigiert Mozart

Von den Salzburger Festspielen mit Nikolaus Harnoncourt, Concentus Musicus Wien, Sylvia Schwartz, Elisabeth von Magnus, Jeremy Ovenden

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Beschreibung

Die Konzertsaison 2012 der Salzburger Festspiele begann eine neue Reihe mit geistlicher Musik unter dem Titel "Ouverture spirituelle". Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), der im Mittelpunkt der Festspiele in seiner Geburtsstadt steht, kehrt in diesem Konzert mit zwei Kompositionen in den Salzburger Dom, den Ort ihrer Uraufführung, zurück. Das Programm: Missa longa C-Dur KV 262 - Litaniae de venerabili altaris sacramento KV 243. Für dieses Konzert wurden im Gotteshaus die historischen Gobelins aufgehängt, um die selbe Akustik zu erzielen, die auch Mozart vorfand, als er dort seine Messen aufführte. Mit der sogenannter "Missa longa" aus dem Jahre 1776 wollte Mozart offenbar seine kontrapunktische Virtuosität demonstrieren. In noch höherem Maße gilt dies für die Sakramentslitanei KV 243 aus demselben Jahr mit ihrem reichen Einsatz konzertanter Solo-Instrumente und der geradezu halsbrecherischen Polyphonie der Schlussfuge. Nach Salzburger Tradition war sie für das vierzigstündige Gebet bestimmt, das jeweils am Palmsonntag begann. Der österreichische Musiker Nikolaus Harnoncourt, geboren 1929, entstammte einem luxemburgisch-lothringischen Adelsgeschlecht. Er studierte Violoncello und war zunächst als Cellist bei den Wiener Symphonikern tätig. Doch die historische Aufführungspraxis interessierte ihn mehr als der Orchesterdienst: 1953 gründete er mit seiner Ehefrau Alice das Ensemble "Concentus Musicus Wien" und beschäftigte sich intensiv mit Alter Musik. Harnoncourt, ein Pionier des Originalklangs, zeigte dem verblüfften Publikum, wie aufregend die Werke der Renaissance und des Barock sich anhören können. Im Laufe der Jahre erweiterte er sein Repertoire und widmete sich am Pult "moderner" Orchester den klassischen Symphonien, aber auch dem Wiener Walzer sowie Bühnenwerken von Johann Strauß, Richard Wagner, Jacques Offenbach und George Gershwin. Er unterrichtete am Mozarteum Salzburg und verfaßte mehrere grundlegende Schriften über die Musik. 2012 wurde er zum Offizier der französischen Ehrenlegion ernannt und mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society London ausgezeichnet. 2014 erhielt er den Echo Klassik für sein Lebenswerk. "Maestro Harnoncourt ist der Lieblingsstar jener, die eigentlich keine Stars mögen. Ihm glaubt man die Floskel vom Dienst am Werk, am Genie. Seine Begeisterung und Entdeckerfreude erfreuen und begeistern" (FAZ 14.7.98) Am 5. Dezember 2015, einen Tag vor seinem 86. Geburtstag, gab Nikolaus Harnoncourt bekannt, daß er seine Karriere beende; am 5. März 2016 verstarb er.

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