Puccini, Turandot - 23.4., 11:00 Uhr

Live-zeitversetzt aus der Wiener Staatsoper mit Frédéric Chaslin, Lise Lindstrom, Roberto Alagna, Aleksandra Kurzak

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Beschreibung

Oper in drei Akten Wiederholung: 23.4. 19:00 Uhr INHALTSANGABE DER OPER Der Mandarin verkündet das Gesetz: Turandot wird nur dessen Gemahlin, der die drei Rätsel lösen kann, die sie stellt. Wer aber versagt, muss sterben. Ein Schicksal, das, wie eben einen persischen Prinzen, schon viele ereilt hat. Auch der „unbekannte“ Prinz Calaf, der die schöne, aber grausame Prinzessin Turandot zu Gesicht bekommt, ist von ihr verzaubert – und beschließt, die Probe zu wagen. Zuvor aber trifft er auf seinen Vater, den vertriebenen tatarischen König Timur, der von Liù, einer Sklavin, begleitet wird. Diese wiederum liebt Calaf … Ping, Pang und Pong berichten über das Leben in China und beklagen sich: Seit Turandot ihre Rätsel stellt, sind sie zu „Ministern des Henkers“ reduziert worden. Calaf stellt sich, entgegen aller Empfehlungen, den Fragen Turandots. Und er erfährt den Grund für ihre Unmenschlichkeit: Einst, in grauer Vorzeit, sei ihre Ahnin Lou-Ling geraubt und vergewaltigt worden – und dies müsse nun gerächt und gesühnt werden. Calaf kann die Rätsel beantworten, Turandot muss nun, auch gegen ihren Willen, seine Frau werden. Doch möchte Calaf ihre Zuneigung erobern und gibt sich in ihre Hand – nun stellt er ihr ein Rätsel, das, sollte sie es lösen können, seinen Tod (und ihre Freiheit) bedeutet: Wie ist sein Name? Trotz aller Bemühungen ist der Name des Prinzen nicht zu ermitteln. Da werden Liù und Timur, die man mit Calaf gemeinsam gesehen hat, gebracht. Um Timur zu schützen und aus Liebe zu Calaf, tötet sich Liù, die vorgibt, als einzige den Namen des Prinzen zu kennen. Schließlich siegt die Liebe. Turandot, obgleich ihr Calaf seinen wahren Namen verraten und sich ihr so ausgeliefert hat, verkündet, dass der Name des Fremdlings „Liebe“ sei … ÜBER DEN HEUTIGEN ABEND Mit Turandot schrieb Giacomo Puccini seine letzte Oper; sie ist ein Fragment geblieben. Einerseits verhinderte sein Tod – er litt an Kehlkopf krebs – die Vollendung der Kompositionsarbeit, andererseits wusste er konzeptionell nicht mehr weiter. Das Finale der Oper, die Menschlichwerdung der eiskalten Prinzessin Turandot und ihre musikdramatisch wirkungsvolle und schlüssige Darstellung, bereitete ihm Schwierigkeiten. Das Meisterwerk wurde von Puccini selbst nur bis zur Sterbeszene Liùs ausgeführt. Der Turandot-Stoff reicht mindestens bis ins 12. Jahrhundert zurück und stammt aus dem persischen Raum. Im 18. Jahrhundert erreichte er Europa und wurde hier intensiv rezipiert und bearbeitet. Unter anderem von Carlo Gozzi und Friedrich Schiller. Ebenso gibt es zahlreiche musikalische Umsetzungen des Themas, die heute allerdings praktisch alle wenig bis unbekannt sind. Puccini arbeitete ab 1920 an der Oper. Er griff dabei auf sieben originale chinesische Melodien zurück, die zum Teil leitmotivhaft im Werk vorkommen. 1926 fand die Uraufführung der Oper an der Mailänder Scala statt, Arturo Toscanini dirigierte. Um die Oper doch noch abzuschließen, verfasste Puccinis erfolgreicher Komponistenkollege Franco Alfano nach dessen Tod einen Schluss, der heute (in unterschiedlichen Fassungen) zumeist gespielt wird. An der Wiener Staatsoper kam Turandot ein halbes Jahr nach der Uraufführung zur österreichischen Erstaufführung. Seither wurde die Oper hier über 300mal gegeben. Die aktuelle Inszenierung stammt von Marco Arturo Marelli, die Premiere fand am 28. April 2016 statt.
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