Rachmaninow, Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18

Aus der Berliner Philharmonie mit Herbert von Karajan, Berliner Philharmoniker, Alexis Weissenberg

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Beschreibung

Nach dem völligem Mißerfolg seiner Ersten Symphonie 1897 durchlitt Sergej Rachmaninow schwere Depressionen, die seine Kreativität lähmten. Er begab sich in Behandlung des Moskauer Psychiaters Dr. Nikolai Dahl, der den Komponisten in Hypnose versetzte und ihm dabei suggerierte: "Sie werden anfangen, das Konzert zu schreiben... Das Konzert wird von hervorragender Qualität sein." Er sollte recht behalten: Das 1900 fertiggestellte und dem Arzt gewidmete Zweite Klavierkonzert war ein überwältigender Erfolg. Mit glockenähnlichen Akkorden eröffnet das Soloinstrument den ersten Satz. Der Klang schwillt fast unmerklich an, und "con passione" setzt das Orchester mit einer düsteren Melodie ein, die scheinbar vom Glockengeläute abgeleitet ist. Dieses und das melodische zweite Thema gehören neben der bezaubernden, von den Bratschen eingeführten Melodie des dritten Satzes, die vom Klavier lyrisch weitergesponnen wird, zu den einprägsamsten Momenten des Werkes. Die Uraufführung fand am 9. November 1901 in Moskau statt. Alexis Weissenberg, geboren 1929 in der bulgarischen Hauptstadt Sofia, erhielt ersten Klavierunterricht bereits im Alter von drei Jahren. 1946 trat er in die Juilliard School of Music in New York ein, ein Jahr später gab er sein triumphales Debüt in der Carnegie Hall unter George Szell. 1951 trat er in Westeuropa auf und wurde auch hier als einer der großen Klaviervirtuosen seiner Generation gefeiert. 1956 zog Weissenberg sich für ein Jahrzehnt vom internationalen Konzertleben zurück, um zu studieren und zu unterrichten. Im November 1966 feierte er in Paris sein Comeback, das der Beginn einer zweiten großen Karriere wurde. Ein Höhepunkt in seiner künstlerischen Laufbahn war die Zusammenarbeit mit Herbert von Karajan. Alexis Weissenberg beherrschte ein umfangreiches Repertoire von Bach bis zur klassischen Moderne, einen Schwerpunkt bildete die Musik der Romantik. Doch er liebte ebenso den Jazz und hat auch mit eigenen Werken auf sich aufmerksam gemacht. Weissenbergs internationaler Ruhm als Pianis Mit seiner schlanken Gestalt, dem typischen Haarschopf und dem durchdringenden Blick seiner blauen Augen beherrschte Herbert von Karajan (1908-1989) das Dirigentenpult. Wer ihn jemals live oder zumindest in einer seiner zahlreichen Videoaufnahmen dirigieren sah, konnte erleben, wie von Karajan die Musik zur Religion erhob und sie wie deren Hohepriester in einem fast mythischen Ritus zelebrierte. Herbert von Karajan verkörperte die klassische Musik im allgemeinen Bewußtsein als epochaler Dirigent, Medienstar, Opernproduzent, Gründer und Leiter von Festspielen. Trotz aller ehrgeizigen Projekte und vielfältigen Aktivitäten blieb Karajan der überragende Dirigent mit großem Verständnis für das Orchester- und Opernrepertoire von Mozart bis Schönberg, in dem sich niemand mit ihm messen konnte. Während sich einerseits seine außergewöhnliche Begabung nicht bezweifeln läßt, traf ihn andererseits oft der Vorwurf der Selbststilisierung und kommerziellen Vermarktung seiner Person. Diese Aufnahme entstand im September 1973 in der Berliner Philharmonie.

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